Instantsuche verboten? MasterObjetcs verklagt auch Microsoft

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Die Patenklagen auf die Instant-Suche in Web und Software treffen nach Google und Amazon nun auch Microsofts Suchmaschine Bing. Der Kläger verlangt von Microsoft, die Funktion zu entfernen.

Suchen schon während des Eintippens ist bei zahlreihen Webdiensten inzwischen schon Standard. Die Technik dazu ist allerdings in den USA patentiert. Nachdem die Firma MasterObjects deswegen schon Google und Amazon verklagt hatte, trifft nun auch Microsoft der juristische Pfeilschuss des Patent-Inhabers. Als Nächster könnte Yahoo an der Reihe sein – hier führte man ähnliche Techniken erst vor Kurzem ein.

Der neue Rechtsstreit mit Microsoft , über den am heutigen Freitag der britische Inquirer berichtet, dreht sich um das gleiche US-Patent mit der Nummer 7,752,326 von 2005, das eine Methode zur asynchronen Client-Server-Kommunikation bei der Suche beschreibt.

In der Klage gegen Microsoft geht MasterObjects noch weiter als bei den vorherigen Rechtsstreits. Hier werden auch die Website-Vorschläge der Suchmaschine bemängelt. Das Unternehmen versucht, Microsoft mit einer einstweiligen Verfügung davon abzuhalten, die Technik in Bing weiter zu benutzen, wenn der Softwareriese sich nicht zur Lizenz entschließt.

In Zukunft könnten auch andere Software-Unternehmen betroffen sein, die ähnliche Funktionalitäten etwa für Datenbanksuchen in der Cloud verwenden wollen. Wie der Streitfall mit Microsoft ausgeht, könnte sich also noch als Hemmschwelle für die Nutzerfreundlichkeit von künftigen Cloud-Services  herausstellen.

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