Kaspersky-Report: Deutsche surfen am sichersten

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Als »place to surf« bezeichnet Kaspersky in seinem Malware-Report für das erste Quartal  2011 die Internet-Umgebung in Deutschland. Auch Japan, T schechien, Serbien und Luxemburg werden als weniger Malware-gefährdete Orte genannt.

Die Software des russischen Sicherheits-Unternehmens Kaspersky meldet regelmäßig Malware-Angriffe an die Labors in Moskau. Dort werden sie ausführlich ausgewertet und zum Quartalsreport (PDF hier) zusammengefasst.

Insgesamt habe man 254 Millionen Malware-Angriffe erfasst – die meisten davon in den USA. Dort sei insbesondere die Menge der infizierten Websites um 1,7 Prozent gestiegen, nennt der Report  den aktuellen Cybercrime-Trend. Die Anzahl der infizierten Seiten in Deutschland und China habe dagegen um je über drei Prozent abgenommen.

Nutzer in Russland und dem arabischen Oman seien dagegen dem größten Infektionsrisiko ausgesetzt. Dort wären jeweils fast die Hälfte aller PCs angegriffen worden.  Generell seien die Nutzer in Industrienationen sicherer als die in Entwicklungsländern.

Am anfälligsten sind laut Kaspersky die Rechner mit Adobe-Produkten; die vielfach geschmähte  Microsoft-Software dagegen findet sich nur noch auf Platz 8 der Top-Ten-Liste unsicherer Software.

Für die Zahlen der deutschen Pressemeldung hat Kaspersky offenbar nur bestimmte Bedrohungs-Arten  herausgesucht, um in den Medien gut dazustehen. Dem Report nach sind die Virgin Islands und Kanada die Orte mit den wenigsten infizierten Websites – vermutlich sehen die Pressemeldungen dort ganz anders aus – »Think global, act local« ist offenbar das Motto der Öffentlichkeitsarbeit des russischen Unternehmens.

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