
Freecom Mobile Drive Secure im Test
Für das sichere Speichern von Daten bietet Freecom mit dem Mobile Drive Secure eine 2,5-Zoll-Festplatte an, die dem Anwender nur nach Authentifizierung mit einer RFID-Keycard Zugriff gewährt. ITespresso.de hat die Version mit 500 GByte getestet.
Freecom legt seinem Mobile Drive Secure zwei RFID-Keycards bei – eine für den Anwender und eine Master-Keycard, die an einem sicheren Platz aufbewahrt werden sollte. Denn geht die Karte des Anwenders verloren, gibt es außer mithilfe der Master-Keycard keine Möglichkeit mehr, an die Daten zu kommen. Zwar lassen sich RFID-Karten beim Hersteller nachbestellten, doch diese sind immer nur paarweise einsetzbar: eine einmal per Keycard aktivierte Platte, lässt sich nur mit dieser Karte oder deren Schwesterkarte entsperren. Gehen beide verloren, sind es auch die gespeicherten Daten.
Verschlüsselung
Ab Werk ist das Mobile Drive Secure noch nicht geschützt und kann wie normale externe Festplatten genutzt werden. Die kleine Platte wiegt 175 Gramm und wird per USB angeschlossen und mit Strom versorgt. Im Inneren steckt eine 2,5-Zoll-Platte mit 500 GByte, 8 MByte Cache und 5400 Umdrehungen pro Minute.
Das Laufwerk ist mit FAT32 vorformatiert und verschlüsselt alle Daten mit AES, wenn der RFID-Schutz eingerichtet wird. Die dafür notwendige Software befindet sich auf dem Laufwerk und fragt nacheinander die beiden Keycards ab – sie werden über dem RFID-Empfänger vorbeigezogen und so dem Laufwerk zugeordnet.
Durch Vorbeibewegen der Karten am Gehäuse der Festplatte wird diese künftig auch entsperrt; erst dann kann der Anwender auf die Daten zugreifen. Direkt nach dem Anstöpseln an den Rechner ist sie noch gesperrt, was eine rote LED anzeigt.
Datendurchsatz
Das Freecom Mobile Drive Secure unterstützt nur USB 2.0, kann also mit schnellen USB-3.0-Platten nicht mithalten. Für eine USB-2.0-Platte schlägt es sich aber recht ordentlich und erreicht eine Leserate etwa 25 MByte/s (gemessen mit HD Tune und Everest).
Da externe USB-2.0-Laufwerke erfahrungsgemäß an USB-3.0-Anschlüssen noch etwas schneller arbeiten, haben wir die Platte auch an einen solchen gehängt. Das Ergebnis: mit HD Tune messen wir durchschnittlich 8 MByte/s mehr und mit Everest sogar fast 11 MByte/s mehr – genau sind es 36,3 MByte/s.
Ob die Platte mit oder ohne Verschlüsselung genutzt wird, wirk sich im Test nicht auf die Geschwindigkeit der Dateiübertragungen aus.
Mit CrystalDiskMark 3.0 haben wir Schreib- und Leseraten des Mobile Drive Secure überprüft. An einem USB-2.0-Anschluss werden Daten mit etwa 25,5 MByte/s auf das Laufwerk geschrieben und mit gut 30 MByte/s wieder ausgelesen. An einem USB-3.0-Anschluss klettert die Schreibrate deutlich – auf 33,9 MByte/s -, die Leserate nur moderat – auf 33,7 MByte/s.
Weitere Tests der Schreibraten scheiterten, da das Laufwerk im Disk-Benchmark von Everest plötzliche eine Null-Linie anzeigte – anschließend ließ es sich nicht mehr entsperren. Dadurch konnte sich die Platte auch nicht mehr am System anmelden, so dass auch ein Low-Level-Format nicht möglich war. Das Laufwerk wurde an Freecom geschickt – eine Rückmeldung zu dem Problem steht noch aus.
Lautstärke und Temperatur
Im Test bleibt das Mobile Drive Secure schön leise, die Temperatur steigt im Betrieb deutlich – von anfangs 21 auf schließlich 42 Grad Celsius.
Über das Powersaving von Windows lässt sich die Platte nach einigen Minuten Inaktivität abschalten, der Zugriffsschutz springt dadurch aber nicht an, so dass alle Daten weiter offen stehen.
Freecom legt dem Mobile Drive Secure mit NTI-Shadow eine Backup-Software bei, die Dateien, Verzeichnisse und ganze Laufwerke automatisch sichern kann.
Hinweis: Artikel von ITespresso.de stehen auch in Google Currents zur Verfügung. Jetzt abonnieren.




Letzter Kommentar
0 Antworten zu Freecom Mobile Drive Secure im Test