Linkverkürzerdienst bit.ly bekommt einen neuen Chef

Allgemein

Nachdem der Service 14 Millionen Dollar Kapital in ein paar Jahren einsammelte, bekommt die Firma endlich einen Chef – bislang lief das Schiff fast vollautomatisch und ohne Steuerung.

Bit.ly verkürzt etwa 8 Milliarden Links pro Monat, berichtet Medienprofi Peter Kafka vom Wall-Street-Journal-Blog MediaMemo  – diese Leistung, vielfach genutzt für Kurzlinks in Twitter oder Facebook, soll nun endlich zu Geld gemacht werden, schließlich steckten Investoren schon 14 Millionen US-Dollars in den Dienst.

Der neue Chef heißt Peter Stern. Er hatte bereits die Firma Zenbe gegründet, ein E-Mail-Startup, das schließlich von Facebook übernommen wurde. Stern soll Geld vor allem aus den Informationen ziehen, die durch die Linkverkürzung entstehen. Die Kurzlinks zeigen, was die Leute derzeit interessiert.

Und was offenbar niemand weiß: Bit.ly steuert auch den iPad-Service News.me, eine Art News-Aggregator, die Informationen zu bestimmten Themen für eine monatliche Grundgebühr automatisch sammelt und in iPad-lesbare Form bringt. Dies funktioniert mit ähnlichen Algorithmen wie bit.ly.

Durch Einnahmen-Aufteilung mit den Produzenten der Informationen hat Bit.ly so auch die New York Times, Gawker Media (das Unternehmen hinter Gizmodo und anderen Blogs), Forbes, AOL und viele seiner Tochterpublikationen wie TechCrunch als news.me-Partner gewonnen.

Es ist anzunehmen, dass auch die Linkverkürzungen in News.me einfließen werden und die Daten beider Services an Marktforschungsunternehmen verkauft werden.

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