IBM macht Oracle-Kunden unmoralisches Angebot

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Der Technologiekonzern geht offensiv und aggressiv auf die Jagd nach Oracle-Kunden. Lockmittel: Service und Geld.

IBM nimmt kein Blatt vor den Mund und geht offen und eindeutig die Oracle-Kunden an. Geboten werden für den Umstieg auf DB2 und WebSphere eine freie Finanzierung der IBM-Produkte sowie  technische Beratung während des gesamten Prozesses.

Freie Finanzierung bedeutet, dass IBM die ersten zwölf Monate keinerlei Zinsen verlangt und danach für ein bis zwei Jahre flexible Leasing-Arrangements auf den Tisch legt. Zum Kundenservice gehören bei der Lock-Offerte noch über 100 günstige Trainingskurse, um die IT-Mitarbeiter fit für das neue System zu machen.

»Gerade jene Kunden, die jüngst zu Migrationen gezwungen wurden, die mit steigenden Lizenzkosten und fluktuierenden Support-Levels unzufrieden sind oder die auf eine unsichere Zukunft ihrer Plattform blicken, wollen wir mit unserer Plattform und der IBM-Software überzeugen«, legt Strategie-Direktor Bernie Spang den Finger in die Wunden des Konkurrenten. Seine Hause locke damit, dass sich der Kunde besser auf das eigentliche Geschäft und eine schnelle Verbesserung der ökonomischen Situation konzentrieren könne.

Schon im vorigen Jahr konnte IBM eigenen Angaben zufolge mehr als 1.000 Unternehmen von der  Oracle Database hin zu DB2 locken. Gut 400 Unternehmen verabschiedeten sich vom WebLogic-Client und sattelten auf WebSphere um. Mit ähnlichen Taktiken ging Big Blue auch schon auf Sun-Wiederverkäufer sowie auf Sybase-Kunden zu.