Kartellverfahren: US-Justiz lässt Microsoft vom Haken

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Fast eine Dekade nachdem das US-Justizministerium schwere Auflagen für Microsoft erließ, weil es der Meinung war, der Software-Konzern habe seine Position auf dem Markt für Betriebssysteme ausgenutzt, endet die Kartellüberwachung.

Wie das US-Justizministerium mitteilt, steht Microsoft seit gestern nicht mehr unter Beobachtung, da man die Überwachung auslaufen lassen hat. Microsoft dominiere den Computer-Markt nicht mehr so wie 1998, als man gemeinsam mit einigen Bundesstaaten Klage einreichte. Damals kam man zu dem Schluss, Microsoft habe seine marktbeherrschende Stellung mit Windows ausgenutzt, um bei Browsern, Mediaplayern und Instant Messengern die Konkurrenz zu behindern. Mittlerweile gäbe es jedoch einen funktionierenden Wettbewerb und zudem mit neuartigen Produkten aus der Cloud oder mit Mobilgeräten starke Konkurrenz zu den Windows-Desktops.

In den vergangenen Jahren wurde die Überwachung des 2000 ergangenen und nach zahlreichen Scharmützeln 2002 per Vergleich akzeptierten Urteils immer wieder verlängert. Jetzt sah man das nicht mehr als notwendig an.