Google legt 500 Millionen Dollar wegen Kartelluntersuchung zurück

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Weil das US-Justizminsterium derzeit Googles Anzeigensystem unter die Lupe nimmt, hat der Suchmaschinenbetreiber schon mal eine halbe Milliarde Dollar zur Seite gelegt.

Ob Google meint, das Geld für eine mögliche Strafzahlung oder einen Vergleich zu benötigen, ist nicht bekannt. Überhaupt sind die Details recht spärlich, denn in der Mitteilung des Suchmaschinenbetreibers an die US-Börsenaufsicht SEC heißt es nur, das Geld sei für die mögliche Beilegung einer Untersuchung des US-Justizministeriums bestimmt, bei der es um die Nutzung des Google-Anzeigensystems durch bestimmte Werbekunden geht. Man könne den Ausgang der Untersuchung nicht vorhersagen, so Google, gehe aber davon aus, dass er sich nicht auf die Geschäfte und Finanzen des Unternehmens auswirke.

Da Google die 500 Millionen Dollar noch ins zurückliegende Quartal bucht, sinkt der Gewinn in diesem Zeitraum von 2,3 auf 1,8 Milliarden Dollar.

Nicht nur in den USA steht Google unter verstärkter Beobachtung, auch die EU-Kommission prüft bereits seit Ende November, ob Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht.