Business Software Alliance: Raubkopie-Quote in Deutschland bei 27 Prozent

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Laut der Business Software Alliance (BSA) sind 27 Prozent der in Deutschland eingesetzten Programme illegal, der Software-Branche entstehe durch diese Raubkopien ein Schaden von 1,6 Milliarden Euro.

Damit steht Deutschland aber vergleichsweise gut da, denn in Westeuropa werden der BSA zufolge durchschnittliche 33 Prozent aller Anwendungen ohne die notwendigen Lizenzen eingesetzt, weltweit sogar 42 Prozent. Den Schaden beziffert man auf 59 Milliarden Dollar für das vergangene Jahr – ein neues Rekordhoch und 14 Prozent mehr als noch 2009, wofür man vor allem Schwellenländer verantwortlich macht. Es gäbe Anlass zur Sorge, meinte Georg Herrnleben, Senior Director EMEA bei der BSA. »Im wirtschaftlich erfolgreichen Jahr 2010 hat die illegale Verwendung von Software ebenso stark zugenommen wie der legale Software-Markt gewachsen ist, was zu einem Rekordniveau an Raubkopien geführt hat.«

Den größten Schaden hat die Software-Branche laut BSA in den USA (Raubkopie-Quote: 20 Prozent, Schaden: 9,5 Mrd. Dollar), in China (78 Prozent, 7,8 Mrd. Dollar) und Russland (65 Prozent, 2,8 Mrd. Dollar). Die höchste Raubkopie-Quote verzeichnet man in Georgien (93 Prozent) und Simbabwe (91 Prozent).

Dem Branchenverband zufolge ist das größte Problem, dass eine Lizenz eines Programmes erworben, dieses aber auf mehreren Rechnern installiert wird. Weltweit würden 60 Prozent der Privatnutzer denken, das sei legal, in Firmen seien es immerhin 47 Prozent.