Paperphone: E-Ink-Display macht Smartphone leicht und biegsam

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Hauchdünn und biegsam wie Papier. Sieht so das Mobiltelefon in fünf Jahren aus? Das glaubt zumindest Roel Vertegaal von der Queen’s University im kanadischen Kingston. Zusammen mit seinen Forschungskollegen hat er nun einen ersten Prototyp vorgestellt.

In einem Video (s. unten) präsentieren die Techniker der Uni ein Handy, das aus biegsamen E-Ink-Paper besteht. Es verfügt derzeit über ein monochromes 3,7-Zoll-Display, das der Benutzer steuert, indem er das komplette Smartphone biegt. Je nachdem welche Biegung man macht, führt das Gerät unterschiedliche Kommandos aus. Wird zum Beispiel eine Ecke umgeknickt, blättert es eine Seite weiter. Sensoren registrieren Veränderungen der Oberfläche. Derzeit soll der Prototyp acht Biegezustände unterscheiden könne. Zusätzlich sollen Anwender mit einem Stift Eingaben machen können.

Die Forscher können sich außerdem vorstellen, dass größere Exemplare dieses Handys in Zukunft das schon lange propagierte »papierlose Büro« Realität werden lassen. Statt etwas auf Papier auszudrucken lässt man es sich auf dem E-Ink-Display anzeigen. Zudem sollen diese so genannten Paperphones keine Energie verbrauchen, wenn man sie nicht benutzt.

Neben dem Paperphone haben die Forscher außerdem das Snaplet vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen ebenso dünnen Minicomputer, den man am Handgelenk trägt. Auch davon gibt es ein Video: