Bericht: Verkauft Holtzbrinck die VZ-Netzwerke?

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40 Millionen Deutsche sind bei einem sozialen Netzwerk angemeldet. Das hat kürzlich eine Umfrage (PDF) des IT-Branchenverbands Bitkom ergeben. Davon ist fast die Hälfte (47 Prozent) Mitglied bei Facebook, aber nicht mal ein Drittel (27 Prozent) bei den VZ-Netzwerken. Das könnte Holtzbrinck, Besitzer von StudiVZ & Co. dazu bewegen, die Netzwerke zu verkaufen.

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, schließe Holtzbrinck-Digital-Chef Markus Schunk den Verkauf der VZ-Netzwerke nicht mehr aus. 2007 hatte die Verlagsgruppe StudiVZ für angeblich 85 Millionen Euro gekauft. Seit dem weltweiten Erfolg von Facebook sinkt aber auch hier die Mitgliederzahl immer weiter. Schunk sagte der FTD, dass man die rückläufigen Nutzerzahlen auf hohem Niveau stabilisieren wolle.

Trotzdem habe die VZ-Gruppe im letzten Jahr ein Umsatzplus von 90 Prozent geschafft, was 30 Millionen Euro entspräche. 2011 wolle man sogar profitabel sein. Gegenüber der Zeitung betonte Schunk, dass man das Online-Geschäft vor allem rund um die Plattformen gutefrage.net und MyHammer ausbauen möchte. Das ist vielleicht ein weiteres Indiz dafür, dass man die „gut aufgestellten“ VZ-Netzwerke verkaufen könnte.