Starker Prozessormarkt im ersten Quartal

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Obwohl das erste Quartal eines Jahres üblicherweise ein schwaches ist, konnte Prozessormarkt nach Zahlen von IDC zulegen. Im Vergleich mit dem vierten Quartal 2010 konnten 1,6 Prozent mehr Prozessoren abgesetzt werden, gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres lag das Plus bei 7,4 Prozent.

IDC zufolge machten Prozessoren mit integrierter Grafik erstmals mehr als 50 Prozent des Absatzes aus, was man auf die neuen Plattformen von Intel und AMD zurückführt: Sandy Bridge und Fusion. Beide Hersteller konnten allerdings in nahezu gleichem Umfang davon profitieren, so dass es bei den Marktanteilen keine Verschiebungen gab. Intel liegt weiterhin bei 80,8 Prozent, AMD bei 18,9 Prozent und VIA bei 0,2 Prozent.

Bei den Desktop-Prozessoren büßte Intel 0,1 Prozentpunkte und kommt auf einen Marktanteil von 72,4 Prozent, während AMD in gleichem Umfang auf 27,4 Prozent zulegen konnte. Bei Notebook-Prozessoren gewann Intel dagegen 0,2 Prozentpunkte und erreicht nun 86,3 Prozent, wohingegen AMD 0,1 Prozentpunkte verlor und bei 13,4 Prozent landete. Am größten ist die Intel-Dominanz im Server-Bereich, wo der Chipriese trotz eines Verlustes von 0,3 Prozentpunkten auf 93,9 Prozent kommt – AMD bleiben da trotz Zugewinn nur 6,1 Prozent Marktanteil.

Nach Prognosen von IDC wird der Prozessormarkt im Jahr 2011 um 10,3 Prozent wachsen. Größere Bewegung könnte nach Meinung der Marktforscher durch ARM in den Markt kommen, das in den PC- und Server-Bereich strebt. Bereits 2015 werden IDC zufolge 13 Prozent der Prozessoren auf ARM-Architektur basieren – selbst Microsoft ist dabei Windows für ARM-Prozessoren fit zu machen.