Cisco strukturiert weiter um

Netzwerke

Nach dem Aus für die Videokamera Flip geht der Umbau bei Cisco weiter. Der Netzwerkausrüster, dessen Chef Anfang April heftige Kritik am eigenen Unternehmen geübt hatte, will sich künftig auf fünf Kerngeschäftsbereiche konzentrieren und die interne Organisation vereinfachen.

Als zukunftsträchtige Geschäftsbereiche hat man bei Cisco den Netzwerkbereich mit Routern, Switches und Netzwerkservices ausgemacht, dazu die Bereiche Collaboration, Virtualisierung und Cloud Computing, Video sowie Business Transformation. Diese sollen künftig im Fokus stehen, damit man sich nicht mit abseitigen Geschäftsmodellen verzettelt, wozu man offenbar auch die Flip-Kameras zählt, deren Abwicklung bereits seit ein paar Wochen feststeht.

Zudem gliedert Cisco das Geschäft künftig auf drei geografische Regionen auf – Amerika, EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) sowie Asien nebst dem pazifischen Raum -, was dem Unternehmen zufolge vor allem Entscheidungsprozesse beschleunigen soll. Davon abgesehen soll die Organisation weiter an Kundengruppen und Partnern ausgerichtet bleiben. Die Engineering-Sparte wird um eine Emerging Business Group erweitert, die sich um ausgewählte neue Geschäftsbereiche kümmern soll, die noch in einer frühen Entwicklungsphase stecken.

Man habe früher umstrukturiert und tue das nun wieder, erklärte Cisco-Chef John Chambers, der zuletzt bemängelt hatte, Cisco sei langsam bei Entscheidungen, an einigen Stellen vom Markt überrascht worden und zeige nicht mehr das notwendige Verantwortungsbewusstsein gegenüber Kunden und Investoren. Der Markt verlange nach Vereinfachung, so Chambers, und der geplante Umbau bei Cisco sei die passende Antwort darauf.

Die meisten Änderungen sollen in den nächsten 120 Tagen umgesetzt werden, die neue Sales-Organisation zum Start des nächsten Geschäftsjahres am 31. Juli fertig sein.