Polizei durchsucht Google-Büro in Seoul

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Die Polizei hat die Büros von Google in Seoul durchsucht. Das berichtet die BBC. Der Internetkonzern wird beschuldigt, Standortdaten von Anwendern gespeichert zu haben, ohne deren Einverständnis einzuholen.

Konkret unter Verdacht steht Googles Tochterunternehmen AdMob, das für die Verteilung von Werbung auf Mobiltelefonen zuständig ist. Für eine Firma dieser Art sind die Standortdaten der Benutzer wichtig, um passende Anzeigen auszusenden. Laut weiterer Medienberichte wurden bei der Durchsuchung Datenträger beschlagnahmt, die nun untersucht werden sollen.

Bereits im vergangenen Jahr wurden Google-Büros in Südkorea durchsucht, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen unerlaubt Daten aus ungesicherten WLANs aufgezeichnet haben soll. Dazu kam es, als Google mit Kamerawagen die Städte durchquerte, um Aufnahmen für Street View zu schießen. Diese Wagen waren mit Antennen ausgestattet, um die Standorte von drahtlosen Netzwerken zu ermitteln. Dass dabei auch Nutzerdaten ausgelesen wurden, lag laut Google lediglich an einem Software-Fehler.