Rekordumsatz mit Apps: Apple auf Platz eins, Android wächst am schnellsten

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Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens IHS werden App Stores für Smartphones und Tablets ihren Anbietern dieses Jahr einen Umsatz von 3,91 Milliarden Dollar bescheren. Das bedeutet ein Plus von 65,7 Prozent. Mit großem Abstand rangiert dabei Apples AppStore weiterhin auf Platz eins.

Der Erfinder von iPhone und iPad erwirtschaftet dieses Jahr voraussichtlich alleine 2,91 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 69,2 Prozent entspricht. Auf Platz zwei landet Googles Android Market mit einem erwarteten Umsatz von 404,15 Millionen Dollar für 2011. Damit ist der größte Apple-Konkurrenz auch gleichzeitig der am schnellsten wachsende App Store: Der Unterschied zum letzten Jahr liegt bei 295,5 Prozent.

Auch der Nokia Ovi Store gehört zumindest noch in diesem Jahr zu den großen Gewinnern, da der finnische Handy-Hersteller mit dem Angebot 199,5 Prozent mehr Umsatz machen wird. Am Jahresende soll das Ergebnis bei 314,94 Millionen Dollar liegen, so IHS. Verlierer ist hingegen Research In Motion, der Hersteller von BlackBerry. Lag die BlackBerry App World letztes Jahr noch auf Platz zwei der umsatzstärksten App Store, liegt sie jetzt nur noch auf Platz vier. Zwar legte man wie Apple um 69,2 Prozent zu, doch der Umsatz wird nur 164,92 Millionen Dollar betragen. Nokia und RIM prognostiziert HIS auch für die nächsten Jahre nur die hinteren Plätze, da Apple und Google zu stark sind.

Das schlägt sich auch in den Download-Zahlen nieder, die Apple ebenfalls dominiert: Bis Endes des Jahres werden Apple-Kunden 10,3 Milliarden Apps heruntergeladen haben, glauben die Trendforscher. Der Android Market soll bei 5,8 Milliarden, der Ovi Store bei 1,8 Milliarden und die BlackBerry App World bei 772,2 Millionen Downloads liegen. 2011 sollen insgesamt 18,6 Milliarden Apps heruntergeladen werden. Letztes Jahr waren es noch 9,5 Milliarden, 2009 waren 3,1 Milliarden und 2008 waren es 419,2 Millionen. Dementsprechend werden die Download-Zahlen in den nächsten Jahren steigen. Laut HIS werden es 2014 rund 34,7 Milliarden sein.

Damit geht auch eine Steigerung des Gesamtumsatzes einher, den HIS auf 5,72 Milliarden Dollar im nächsten und 7,12 Milliarden Dollar im übernächsten Jahr schätzt. 2014 soll er dann bei 8,46 Milliarden Dollar liegen.

Der Windows Marketplace, der Nutzer von Windows Phone 7 mit Apps versorgt, ist in den Prognosen von HIS noch nicht aufgeführt. Dennoch glauben die Marktforscher, dass genügen Potenzial in Microsofts Angebot steckt, um im Markt mitzumischen.