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PlayStation Network geht wieder online: Wiedergutmachung für Kunden geplant

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Auf einer Pressekonferenz hat sich Kazuo Hirai, verantwortliche für die PlayStation-Sparte bei Sony, noch einmal für den Diebstahl von Millionen von Nutzerdaten im PlayStation Network (PSN) entschuldigt. Er versprach, die Sicherheit des Netzwerks zu verbessern, Kunden mit kostenlosen Downloads zu entschädigen und das PSN bald wieder freizuschalten.

In den nächsten Tagen sollen die Dienste des PSN sowie von Qriocity, dem Video- und Musik-On-Demand-Dienst von Sony, wieder ans Netz gehen. Im Zuge dessen, sollen alle PlayStation-3-Konsolen bei der Anmeldung am Netzwerk mit einer neuen Firmware versorgt werden. Diese zwingt den Anwender dazu, sein Passwort für PSN auszutauschen, eine Maßnahme, die Sony allen Kunden rät.

Mittlerweile hat der Elektronikkonzern auch das FBI mit den Ermittlungen in diesem Fall betraut. Millionen von Nutzerdaten waren aufgrund eines Hackerangriffs auf die Sony-Server gestohlen worden. Sony musste daraufhin viel Kritik einstecken, da die Firma die Daten unverschlüsselt abgespeichert hatte. Lediglich die Kreditkartendaten waren laut Sony verschlüsselt, so dass man bisher davon ausgehe, dass zumindest damit kein Unfug angestellt wurde. Darauf gebe es bisher keine Hinweise.

Als kleine Wiedergutmachung schnürt Sony ein so genanntes Willkommen-zurück-Paket: Alle PlayStation-Network-Kunden erhalten eine 30-tägige kostenlose Mitgliedschaft beim PlayStation Plus Premium Service. Wer schon Mitglied ist, dem wird die Gebühr für 30 Tage erlassen. Zudem erhalten Abonnenten von Music Unlimited eine 30-tägige kostenlose Mitgliedschaft. Darüber hinaus sollen je nach Region unterschiedliche Inhalte aus dem PSN – wie etwa PlayStation-Spiele – kostenlos als Download angeboten werden.

Zum Diebstahl der Daten kam es, als Hacker zwischen dem 17. Und 19. April die Server von Sony knackten. Dabei haben sie 77 Millionen Datensätze gestohlen, wovon bei mehr als zehn Millionen auch eine Kreditkartenummer hinterlegt war. Am 20. April schaltete Sony das PSN ab, informierte aber erst sechs Tage später die Öffentlichkeit über die Gründe. Auch für diese Informationspolitik musste das Unternehmen viel Kritik einstecken.