Microsoft: Mehr Gewinn trotz schwächelndem Windows-Umsatz

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Microsoft hat die Unternehmenszahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Q1/2011) bekannt gegeben. Demnach stieg der Gesamtumsatz um 16 Prozent auf 16,43 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn ebenfalls stieg: im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent auf 5,23 Milliarden Dollar.

Grund für das Wachstum bei Umsatz und Gewinn sind vor allem die Geschäftsbereiche Business (u.a. Office), Server & Tools (u.a. Windows Server, Azure) und Entertainment & Devices (u.a. Xbox 360). Hier legte der Konzern zu. Besonders die Office-Sparte ließ bei Microsoft die Kassen klingeln. Hier stieg der Umsatz von 4,34 auf 5,25 Milliarden und der Gewinn von 2,54 auf 3,17 Milliarden Dollar. Der Server-Bereich legte beim Umsatz von 3,71 auf 4,1 Milliarden und beim Gewinn von 1,27 auf 1,42 Milliarden Dollar zu. Die Unterhaltungs- und Hardware-Sparte machte einen Sprung von 1,21 auf 1,94 Milliarden Dollar beim Umsatz und von 150 auf 225 Millionen Dollar beim Gewinn. Zu diesem Geschäftsbereich gehört auch Windows Phone 7. Wie viel das Smartphone-Betriebssystem allerdings zum Gesamtumsatz und -gewinn beitrug, verriet Microsoft nicht.

Schlechte sieht es hingegen in der Windows-Sparte aus: Zwar gab der Konzern bekannt, das Windows 7 das meist verkaufte Windows aller Zeiten sei, bis jetzt habe man weltweit 350 Millionen Lizenzen verkauft. Dennoch ging der Umsatz mit dem Betriebssystem um 4 Prozent auf 4,45 Milliarden Dollar zurück. Auch der Gewinn sank: von 3,07 auf 2,76 Milliarden Dollar. Microsoft macht dafür vor allem den allgemeinen Rückgang beim Umsatz auf dem weltweiten PC-Markt verantwortlich. Fakt ist aber: Das ist nun schon das zweite Quartal, in dem Microsoft ein Minus bei dem Umsätzen mit Windows verzeichnen muss.

Mehr Sorgen bereitet aber die Online Services Division zur der vor allem die Suchmaschine Bing gehört. Hier steckt Microsoft schon seit Jahren sehr viel Geld hinein, ohne dass die Umsätze dies kompensieren könnten: Zwar stieg der Umsatz im vergangenen Quartal von 566 auf 648 Millionen, doch unter dem Strich steht ein Verlust von 726 Millionen Dollar – ein Minus von 2,4 Prozent. Trotz einer Kooperation mit Yahoo scheint die Konkurrenz von Google im Online-Sektor immer noch zu groß zu sein.