Microsoft will Ciao angeblich abstoßen

Drei Jahre nach dem Kauf des Bewertungsportals scheint es sich nicht als der ersehnte Heilsbringer für Microsofts eigene Suchmaschine Bing erwiesen zu haben.

von Manfred Kohlen 0

Im September 2008 hatte Microsoft das Produktbewertungsportal Ciao.com übernommen  , das Investoren-Web Megermarket will nun erfahren haben, dass MS die Produktsuchmaschine wieder loswerden will,

Seinerzeit hatte MS noch mehrere Unternehmen gekauft, um seine eigene Suchmaschine treffgenauer zu machen – durch die Kooperation mit Yahoo haben sich aber diverse vorherige Aktivitäten Microsofts als Fehlschuss erwiesen. Bevor die Eingliederung der Ciao-Suchen bei Bing so richtig begonnen hat, soll allerdings ein neuer Suchalgorithmus von Google den Microsoft-Oberen das Fürchten gelehrt haben, berichtet Mergermarket: Das Such-Update »Panda« hätte alle Ciao-Ergebnisse massiv abgewertet.

MS hatte das Unternehmen seinerzeit für 486 Millionen US-Dollar gekauft, doch derzeit könne es im besten Falle noch mit 100 Millionen rechnen, schreibt Mergermarket und gibt einige mögliche Käufer an. Diese kommen zu guten Teilen aus Europa, denn ciao.com ist vor allem ein europäisches Netzwerk. Die Ciao-Mitarbeiter hatten seinerzeit noch stolz verkündet, ihre wichtigsten Einnahmen kämen aus dem Verkauf von Marktforschungsergebnissen an die Produkthersteller. Nach dem Kauf durch Microsoft fiel offenbar diese Finanzierungs-Säule weg – man wollte es nur wegen der Suche integrieren, und das ist bekanntermaßen auch nicht geglückt. Und ehrlich: Die Benennung »Ciao from Bing« klingt so unspektakulär wie »Mork vom Ork«.

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