Greenpeace verteilt Öko-Noten für Cloud-Provider

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Greenpeace hat zehn Anbieter von Cloud Computing hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit bewertet. Herausgekommen ist ein Clean Energy Index an dessen Spitze Yahoo steht. Kritik musste sich Apple gefallen lassen: Das Unternehmen von Steve Jobs landete auf dem letzten Platz.

Bei der Untersuchung der IT-Firmen berücksichtigte Greenpeace Faktoren wie die Art der Energiequelle, Wahl des Standortes von Rechenzentren und die Transparenz hinsichtlich Energieverbrauch und Energiemix. Beim Einsatz von Kohle als Energiequelle für Rechenzentren schnitt Yahoo am besten ab. Nur 18,3 Prozent seines Stromes bezieht das Unternehmen aus fossilen Brennstoffen. Auf dem zweiten Platz in dieser Kategorie rangiert Amazon mit 28,5 Prozent. Es folgen Microsoft und Google mit rund 34 Prozent. Schlecht schnitten hingegen Facebook, IBM und Apple, die mehr als die Hälfte der Energie aus Kohle gewinnen.

Bei der Wahl der Standorte bewertete Greenpeace ebenfalls Yahoo am besten. Das Unternehmen errichtet seine Rechenzentren laut Greenpeace häufig an Orten, wo Strom aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht. Auch hier erhielt Apple eine Rüge: Der Hardwarehersteller hat ein Rechenzentrum im US-Bundesstaat North Carolina errichtet, dessen Stromnetz laut Greenpeace zu den dreckigsten in den USA gehört. Auch Twitter und Facebook schnitten schlecht ab. In Sachen Transparenz erhielt Akamai die beste Note. Twitter, Google und Amazon wollen sich hingegen nicht oder nur selten öffentlich über die Zusammensetzung ihres Stroms äußern.

Unter Strich gefiel den Umweltschützern das Engagement von Yahoo am besten. Mit Abstand folgen Google, Amazon, Microsoft, Twitter. Facebook und IBM. Schlechte Ergebnisse erreichten HP und Apple. Die gesamte Studie finden Sie als PDF auf der Webseite von Greenpeace.