Erdbebenfolge: Canon senkt Prognosen

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Schon vor dem Erdbeben bebten Canons Zahlen im Kopierergeschäft, nun stottern sie auch in Canons Hauptgeschäft mit den Kameras. Lieferkette kaputt, Fabriken beschädigt: Der Hersteller kann nur noch eingeschränkt liefern.

Der Name »Canon« ist, so sagt es der Hersteller selbst, der buddhistischen Göttin für Gnade entlehnt. Selbige braucht der Hersteller wohl in Zukunft selbst. Nach seiner offiziellen Quartalsmeldung hat er zwar einen Gewinn von 82,5 Milliarden Yen (6,9 Millionen Euro) erwirtschaftet , glaubt aber an ein sehr schwieriges Jahr, weil die Lieferkette unterbrochen ist und es wohl noch bis Juni oder Juli dauert, bis alles wieder so läuft wie vorher. Man sei allerdings schon wieder bei 70 Prozent der vorherigen Leistung angekommen, teilte ein Unternehmenssprecher mit.

Die Vorhersage für den Verkauf digitaler Kompaktkameras wurde von 23 Millionen Stück auf 20 Millionen gesenkt, die Gewinnvorhersage um ganze 29 Prozent von 470 Milliarden Yen auf 335 Milliarden Yen reduziert (2,8 Millionen Euro). Bei Kameras muss Canon als weltgrößter Hersteller von Digicams antreten gegen Sony und Nikon.

Im Geschäft mit Kopierern konnte man sich der Konkurrenz von Xerox und Ricoh nicht erwehren und verlor schon im laufenden Quartal 5 Prozent des Gewinns. Der Ausfall der Lieferketten betrifft beide Geschäftsbereiche.

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