Cloud Computing: Performance ist der Schlüssel zum Erfolg

Sicherheit, Leistung und Verfügbarkeit machen den den Erfolg des Cloud Computing aus, meint Christan M. Wirth, Country Manager bei Compuware Deutschland. Viele Großunternehmen verlören in ihren Versuchen viel Geld  – im Durchschnitt 560.000 Euro im Jahr.

von Christian M. Wirth 0

Wenige Themen werden zurzeit so intensiv und kontrovers diskutiert wie Cloud Computing. Experten gehen davon aus, dass sich die Technologie in den nächsten Jahren flächendeckend durchsetzen wird. Die Vorteile sind höhere Flexibilität und optimierte Auslastung der eigenen IT-Ressourcen. Die Marktzahlen spiegeln diese Einschätzung wider: Laut Gartner sollen die weltweiten Umsätze mit Cloud-Services noch in diesem Jahr auf 68,3 Milliarden US-Dollar steigen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum um 16,6 Prozent.

Dennoch zögern viele Unternehmen, Cloud Computing umfassend einzuführen. Dies liegt vor allem an noch ungelösten Sicherheitsfragen sowie performancebedingten Problemen bei Anwendungen aus der Cloud. Einige Großunternehmen reduzieren daher ihre Cloud-Aktivitäten wieder oder stellen diese völlig ein. Laut einer Umfrage von Compuware gehen deutschen Großunternehmen dabei durchschnittlich 560.000 Euro im Jahr verloren.

Die Implementierung von Cloud Computing in die IT-Strategie eines Unternehmens ist kein Selbstläufer. Um das volle Potenzial der Technologie ausnutzen zu können, müssen sich IT-Verantwortliche mit neuen Herausforderungen auseinandersetzen.

Cloud-freundlicher Management-Ansatz
Ursprünglich besaß die IT-Abteilung die vollständige Kontrolle über alle Anwendungen und konnte die Performance entsprechend überwachen. Setzt ein Unternehmen nun auf Cloud Computing, so befinden sich die Anwendungen in einem virtuellen Raum außerhalb der Kontrolle der Unternehmens-IT. Gerade bei Public Cloud-Services von externen Anbietern ist es für Unternehmen jedoch oft schwer zu erkennen, welche Technologien eingesetzt werden und wie es um die eigentliche Performance steht. Ein Cloud-freundlicher, integrierter Ansatz muss daher Transparenz über die gesamte Anwendungslieferkette bieten – vom Service Provider bis hin zum Rechenzentrum und wieder zurück. Nur so können interne wie externe Komponenten und Anwendungen über physische, virtuelle sowie Cloud-Umgebungen hinweg zuverlässig verwaltet und kontrolliert werden.

Nur der Endanwender zählt
Ein weiterer Aspekt, den Unternehmen evaluieren sollten, sind die Service Level Agreements (SLAs) der Public Cloud-Anbieter. Diese stellen ihren Kunden oft nur wenige Messgrößen für entscheidende Parameter wie Performance und Verfügbarkeit bereit. Ein vollständiger Blick auf die gesamte, komplexe Anwendungslieferkette ist so nicht möglich. In jedem Fall sollte aber das Nutzungserlebnis und die Perspektive des Endanwenders kontinuierlich überprüft werden. Denn eine schlechte technische Performance oder Nichtverfügbarkeit einer Anwendung sorgt für Unzufriedenheit und Frustration der einzelnen Anwender – und zwar unabhängig davon, wo das eigentliche Problem liegt.

Zu den Faktoren, die die Performance von Cloud-basierten Anwendungen beeinflussen können, zählen die Entfernung des Nutzers von der Anwendung und vom Internet Service Provider. Je größer die Distanzen sind, desto länger wird die Antwortzeit. Zudem sind die Qualität der lokalen Internetverbindung zum Endkunden sowie tageszeitabhängige Lastspitzen des Cloud-Anbieters zu berücksichtigen. Ohne eine detaillierte Fehler- und Ursachenanalyse ist es daher unmöglich, Performance- und Verfügbarkeitsprobleme zu erkennen und zu beheben, bevor der Endanwender die Auswirkungen zu spüren bekommt.

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