Trägt auch Siemens Schuld an Stuxnet?

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Der iranische Militärkommandeur Gholamreza Jalali erhebt schwere Vorwürfe gegen den Elektronikkonzern – der habe durch Weitergabe seiner Informationen erst die Entstehung von Stuxnet ermöglicht.

Der Wurm Stuxnet, der die iranischen Uranzentrifugen angegriffen hatte, macht noch immer von sich reden: Nachdem schon Ende letzten Jahres Experten meinten, der Schädling werde weiter Industrieanlagen angreifen und vor kurzem auch klar wurde, dass zahlreiche Energieversorger verseucht sind, kommt nun auch noch die Anschuldigung Irans dazu, dass Siemens, dessen Systemsteuerungs-Software »Scada« angegriffen wird, Mitschuld trage an der Entwicklung des Schädlings.

Der Armeegeneral erhebe Vorwürfe gegen Siemens, so schreibt Reuters unter Berufung auf die iranische Zeitung Kayhan, Der Konzern soll den USA und Israel beim Angriff auf das iranische Atomprogramm geholfen haben. Siemens müsse nun erklären, wie und warum das Unternehmen »dem Feind« Daten über seine Scada-Software weitergab, die »den Boden für die Cyberattacke gegen uns bereitet hat«, soll Jalali in dem Zeitungsbericht gesagt haben.

Jalali ist sich sicher, dass das »Sabotagewerkzeug Stuxnet« seinen Ursprung »in den USA und beim zionistischen System« hat – was auch von der US-Security-Industrie als wahrscheinlich angesehen wird – allerdings heißt es dort Israel, nicht zionistisches System.

Das nebenstehende Bild von Politiker Jalali steht übrigens auf einer israelischen Website über
»Terrorismus aus dem Iran«. leichermaßen könnten die iraner Bilder westlicher Politiker als Terroristen-konterfeis veröfentlichen – willkommen beim Cyberkrieg.

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