Google schreibt 100 Millionen Dollar in den Wind

Green-ITInnovation

Der Internetgigant beteiligt sich am Aufbau eines Windparks im US-Bundesstaat Oregon. Bis 2012 soll der größte Windpark der Welt fertig werden.

Der Suchmaschinenanbieter Google verteilt seine Neuigkeiten wohl gern in Häppchen. So hatte Google vor einigen Tagen verkündet, es werde 168 Millionen US-Dollar in ein Solarturm-Kraftwerk in der Mojave-Wüste in Kalifornien stecken (eWEEK berichtete).

Nun folgt der zweite Happen für die Nachrichten-Sammler. Nicht nur Sonnenenergie, auch Windkraft interessiert den Hightech-Konzern. Deshalb hat Google gerade 100 Millionen US-Dollar für den Bau von Shepherds Flat Wind Farm, Arlington, Oregon zur Seite gelegt. Diese Region gilt als besonders windreich.

Shepherds Flat soll der weltweit größte Windpark werden.

Die Fertigstellung des Windparks in Arlington ist für 2012 vorgesehen. Bis zu 303 Windräder sollen dann voraussichtlich 845 Megawatt Energie produzieren, genug um 235 000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie, darunter General Electric, investiert Google in den Aufbau eines Windparks im US-Bundesstaat Oregon. (Foto: General Electric)

350 Millionen Dollar für saubere Energie

Entworfen, geplant und gebaut wird der Windpark unter Führung von Unternehmen wie Sumitomo Corporation of America, Tyr Energy, Caithness Energy sowie General Electric. Caithness Energy ist ein auf erneuerbare Energien spezialisierter Kraftwerksbauer mit Sitz in New York. General Electric soll unter anderem die Turbinen fertigen.

Mit dem jetzt angekündigten Projekt belaufen sich Googles Investitionen in saubere Energie auf insgesamt 350 Millionen Dollar. Dazu gehört neben Shepherds Flat und dem Solarturm-Kraftwerk in Kalifornien auch eine Photovoltaik-Anlage in Brandenburg an der Havel in der Nähe von Berlin.

Frischer Wind im Google-Management

Auch im Unternehmen weht derzeit offenbar ein frischer Wind. So hat Google-Gründer Larry Page gerade den Chefposten (CEO) von Eric Schmidt übernommen. Und die weltweit 26 316 Angestellten (Stand: März 2011) sollen laut Presseberichten in diesem Jahr 6000 neue Kollegen hinzubekommen.

Google-Manager Rick Needham (Mitte), Director of Green Business Operations, posiert mit seinen Kollegen Arielle Bertman und Matthew Stepka vor der Windpark-Baustelle Shepherds Flat. (Bild: Google)

 

Damit steigen aber die operativen Ausgaben des Unternehmens, was Aktien-Analysten nervös macht. Grund zur Sorge gibt es aber noch lange nicht. Im aktuellen Quartalsbericht wurde ein satter Gewinn von 2,3 Milliarden US-Dollar vermeldet, im Vorjahresquartal 2010 waren es noch 1,96 Milliarden Dollar gewesen.

Auch die jüngsten Investitionen in saubere Energie dürften sich langfristig auszahlen – nicht zuletzt durch einen satten Image-Gewinn.

(kleines Bild: EnBW/Matthias Ibeler, Emsdetten/Baltic 1)