Apple verklagt Samsung: Smartphones sollen Patente verletzen

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Der Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt wird mit immer härteren Mitteln geführt. Jetzt hat Apple, Erfinder des iPhones und des iPads, Samsung verklagt. Der Vorwurf: Designdiebstahl. Es ist nicht die erste Klage, die Apple gegen einen direkten Konkurrenten einreicht. Doch diesmal ist der Ton sehr direkt.

„Diese Art des offenkundigen Kopierens ist falsch“ und „Samsung hat Apples innovative Technologie sklavisch kopiert“ sind die Worte, mit denen Apple die Klage kommentiert. Konkret geht es um die Samsung-Produkte der Galaxy-Reihe. Dazu gehören etwa das Smartphone Galaxy S und der Tablet-PC Galaxy Tab. Bei beiden will Apple zu viele Ähnlichkeiten mit den eigenen Produkten erkennen. Die Form der Gehäuse, das Aussehen der Benutzeroberfläche und sogar die Verpackung beanstandet der Produzent von iPhone und iPad. Auch das Google Nexus S, das von Samsung gebaut wird, findet sich auf der Liste der betreffenden Geräte. Allerdings kommt hier im Gegensatz zu den anderen Samsung-Smartphones ein unbehandeltes Android-Betriebssystem zum Einsatz. Damit geht Apple indirekt auch gegen Google, den Entwickler von Android, dem schärfsten Widersacher von Apples iOS, vor.

Pikant ist außerdem, dass Samsung einer der größten Zulieferer von Apple ist und beide Unternehmen aufgrund milliardenschwerer Verträge Geschäftspartner sind. Samsung selbst hat die Behauptungen bereits bestritten und will vor Gericht gegen die Anschuldigungen vorgehen. Die selbst entwickelten Technologien auf Basis des eigenen geistigen Eigentums seien ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs, sagte der südkoreanische Elektronikkonzern.

Zunehmend wird der Konkurrenzkampf nicht mehr nur mit neuen Technologien und Innovationen geführt, sondern auch mit Klagen gegen die Konkurrenz – vor allem im stark wachsenden Markt der Mobilgeräte. Der Guardian hat im Oktober vergangenen Jahres eine Grafik veröffentlicht, die zeigt, wer in der Mobilbranche gerade wen verklagt und wer sich mit wem geeinigt hat.