Analytische Datenbank VectorWise übertrifft alle Transaktionsrekorde

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Statt jede SQL-Abfrage einzeln auszuführen, arbeitet VectorWise von Ingres massiv parallel und holt sich alle Leistungen, die es von den neuesten Intel-Prozessoren bekommen kann, um so sehr schnell sehr große Datenmengen für Business-Intelligence-Aufgaben zu verarbeiten.

Für Leistungsfanatiker hatte Ingres seine Pressemeldungen auf die TPC-H-Benchmarks des Transaction Processing Performance Council  bezogen. Diese werden vor allem im Supercomputing genutzt, um die Leistungsfähigkeit von Anwendungen zu demonstrieren. VectorWise habe hier 340 Prozent Leistungsverbesserung bei einem Skalierungsfaktor von 100 erreicht und alle Konkurrenten weit hinter sich gelassen, meldet das Unternehmen stolz. Das komplette Benchmark-Ergebnis steht hier als PDF bereit.

Wie es zu so einer Leistungssteigerung kommen konnte, erklärt uns im Gespräch Olaf Laber, Director Business Development bei Ingres, und holt dazu weiter aus: Die Entwickler der Datenbank Ingres hätten einst (1976) die Technik für die relationale Datenbank erfunden und seien jahrelang die erste ernsthafte Konkurrenz zu den Systemen der Großrechner-Anbieter gewesen. Dann aber sei die Marke zunehmend nach ihrem damaligen Kauf durch Computer Associates verschwunden. Oracle habe gewieft auf die Lücke reagiert und sei seither Marktführer.

Der Unterschied von Ingres zu seinen Mitbewerbern sei zwar, dass das System auch in sehr anspruchsvollen Enterprise-Umgebungen mit unglaublich vielen Daten stabil funktioniere. Aber das habe dem bekanntheitsgrad nicht geholfen.

Ingres sei dann zurückgekauft worden, neu als OpenSource-Projekt etabliert – und wurde bei den Umsätzen zweitgrößter OpenSource-Anbieter nach RedHat. Nun aber habe man erneut seine Technologieführerschaft zeigen wollen. So entstand in enger Zusammenarbeit mit Intel ein Produkt, das seine Datenbankabfragen nicht mehr hintereinander sondern parallel verarbeitete. Das würden auch die anderen großen SQL-Anbieter nicht in diesem Maße können.

Das neue Produkt »VectorWise« ist daher auch kein OpenSource-Programm mehr: So eine Technik gebe man nicht einfach heraus, erklärte Laber. In der Mitteilung zum Produkt überbieten sich die Intel- und Ingres-Manager bei den Lobpreisungen und Ingres erklärt, auf welche Kundschaft man ziele: »Business Intelligence (BI)-Anwendungen und interaktives Reporting«. Bei bis zu zehnfach schnellerer Datenauswertung dürfte sich dies vor allem für große Unternehmen wie etwa Stromkonzerne oder Handelsketten lohnen.

Ingres VectorWise 1.5 ist ab sofort auch in Deutschland verfügbar. Eine Testversion kann hier heruntergeladen werden.

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