Chip-Lieferbarkeit aus Japan bedroht weltweite Autoproduktion

Allgemein

Es gibt wenige Autos ohne einen Renesas-Automotive-Chip. Die Lager reichen noch für sieben Wochen – darum würden nervöse Autohersteller aus allen Ländern beim Wiederaufbau helfen.

Der Wiederaufbau der Fabrik von Renesas sei der Schlüssel zur Autoproduktion, meint die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun.

Je schneller sich die Automotive-Halbleiterfabrik von Renesas in der Präfektur Ibaraki sich wieder von den Schäden des Erdbebens erhole, desto wahrscheinlicher sei es, dass die Autoproduktion nach Juni weltweit weiterlaufen könnte. Mit seinen Chips hat der japanische Hersteller immerhin 42 Prozent Marktanteil.

Seit der Beschädigung der wichtigsten Fabrik des Chip-Produzenten hätten Auto-Hersteller über ihre Konkurrenzsitution hinweggesehen und tatkräftig bei der Wiederinstandsetzung der Fabrik geholfen – sie brauchen die Chips, sonst steht auch die Autoproduktion. Die Renesas-Eigner Hitachi und NEC seien an den Wiederaufbauarbeiten ebenfalls beteiligt.

Renesas glaube, die Produktion schon Anfang Juli wieder teilweise aufnehmen zu können, berichtet die Zeitung. Zuvor wird es wohl zu Engpässen kommen. Möglicherweise ist auch daraus Infineons Klage gegen Atmel zu erklären: Vielleicht möchte sich mit den Münchner Chips vorsorglich den (unter Umständen dahinschwindenden) Renesas-Markt sichern.
Immerhin sind zwischen 30 und 80 solcher Chips sind in nur einem Auto eingebaut, um Motor, Bremse und andere Funktionen zu steuern.

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