Amazon erklärt Musiklabels: »Geld einstreichen und Schnauze halten«

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Der neue Musikservice von Amazon ist erfolgreich – dabei hat der Online-Händler keinerlei Lizenzen dafür ausgehandelt. Letzteres begründet er mit einer technischen Spitzfindigkeit – und solange die Musikabels Geld damit verdienen, bleiben sie ruhig.

Auf das Maulen der Musikindustrie über Amazons neuen Musikdienst hat der Onlineversender reagiert. Die Musiklabels sollen sich nicht beschweren, heißt es in einem Brief von Amazon an die Medienunternehmen. Es sei doch auch ein Erfolg für die Musikindustrie gewesen, man sollte sich nicht so haben und besser das Geld einkassieren, das der Streamingservice für sie generiert habe.

Seit der Service gestartet sei, habe man doch auch mehr MP3s verkauft, versucht Amazon den Labels klarzumachen. Dies beobachtet Ed Christman vom Musikindustrie-Medium Billboard.biz suspekt. Erstaunt ist er über die Dreistigkeit des Online-Unternehmens.

Amazon erkläre den Musikfirmen im Brief, Lizenzen seien nicht nötig, weil es sich beim Streamingservice um eine Art Radio handle und technisch nur ein Original vor Ort bleibe – statt verkauft und als Medium übertragen zu werden. Aber ja, man plane den Service auszuweiten in Bereiche, wo man natürlich über Lizenzen verhandeln werde.

Amazons Überraschungstaktik geht auf: Die Musikkonzerne blieben erst einmal still, nahmen ihren Anteil ein, forderten nicht das Entfernen von Liedern und scheinen eher juristisch ratlos zu bleiben.

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