MS-Shops: Es läuft noch nicht rund

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Microsoft-Boss Steve Ballmer möchte, dass die Läden seines Hauses ebenso zahlreich, erfolgreich und sexy werden wie die beliebten Apple-Stores. Da der Erfolg bislang ausblieb, macht der Chef nun mehr Druck.

Gut 300 Apple-Boutiquen machen weltweit gute Umsätze und werden bei wichtigen Produkt-Neuerscheinungen regelrecht belagert. Microsoft wollte nicht nur neidisch zuschauen, sondern den Erfolg kopieren, inklusive Geschäftsdesign. Also ließ man in angesagten Innenstadtlagen ebenfalls Kultshops hochziehen. Eigentlich wollen Ballmer und COO Kevin Turner mehr als die 300 Apple-Stores auf die Beine stellen. Doch bislang sind es erst eine Handvoll Zweigstellen, die laut einem Insider auch noch schlechte Zahlen schreiben.

Nun hat der Konzern Schwierigkeiten, die Pläne aggressiv zu verfolgen und weitere Läden zu eröffnen, denn das dürfte den Missmut der Aktionäre wecken. Weitere Filialen würden mehr Kosten bei wenig Umsatz bedeuten. Erst müssten die bestehenden acht Läden gute Zahlen schreiben, bevor eine nächste Expansionswelle möglich wird. Eröffnet werden im Frühjahr wohl noch Atlanta und Seattle, aber danach könnte erstmal Schluss sein.

Was fehlt, wäre ein Produkt-Zugpferd, welches die Kunden in Scharen an die Ladentheke locken würde. Doch die Kunden haben kaum einen Anreiz, ein MS-Geschäft zu betreten, erhalten sie doch Software oder Tastaturen auch schnell und meist günstiger im Internet oder in den großen Elektromärkten.