Symantec zählt 286 Millionen Online-Angriffe im Jahr

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Mit seiner finalen Web-Jahresauswertung will der Hersteller von Sicherheitslösungen den Firmen vor Augen führen, wie sehr ihre Online-Systeme und -Portale im Feuer stehen.

Im vergangenen Jahr gab es laut Symantec 93 Prozent mehr webbasierte Attacken als im Vorjahr. Schuld sei die Verbreitung von entsprechenden Toolkits sowie die Ausbreitung von verseuchten Links in den sozialen Netzwerken gewesen, berichtet der »Internet Security Threat Report«.

Nicht nur die schiere Zahl der Vorkommnisse gehe in die Höhe, sondern auch die Qualität der kriminellen Aktionen. Die Cyberkriminellen versuchen damit, die vielen Sicherheitssystemen und -maßnahmen geschickt zu umgehen. Daher steigen viele Diebe von breitgefächerten diffusen Attacken um auf gezielte Angriffe auf Einzelunternehmen und Mittelständler, um zum Beispiel deren wertvolle Kundendaten abzugreifen oder Know-how zu stehlen.

Zero-Day-Schwachstellen ausnutzen oder Rootkits in Stellung bringen, um vorhandene Verteidigungen zu umgehen, wird in zunehmender Zahl von Symantec registriert. Der Bericht führt 6.253 neue Schwachstellen auf, die innerhalb eines Jahres bekannt wurden. »Zweidrittel der Web-Angriffe werden schon mit Attack-Kits ausgeführt. Funktionieren die nicht mehr, werden einfach neue Varianten eingesetzt«, erzählt Symantec-Ingenieur Sian John. Im Augenblick sei das Ausnutzen von Java-Schwächen angesagt. Wachsende Probleme sieht John in naher Zukunft bei den Smartphones. Hier dürften vor allem Trojaner den größten Ärger verursachen.