Studie warnt: Kaum Verbesserung bei der Bankensicherheit

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Seit sich die Cyberkriminellen auf Einzelangriffe verlegt haben, leben Firmen und Provinzbanken gefährlich. Zunehmend, warnt eine Untersuchung des Ponemon Institutes.

Unterstützt von der Security-Firma Guardian Analytics wurden vor allem kleinere und mittlere Unternehmen (SME) untersucht. Ihr Online-Banking und ihre Finanzdaten sind noch genauso gefährdet wie vor einem Jahr. 56 Prozent der Mittelständler in der Studie erlebten in den vergangenen zwölf Monaten eine Attacke auf ihre Zahlungsströme. 85 Prozent dieser Vorfälle wurden nur deshalb entdeckt, weil Geld auf den Konten fehlte.

»Daraus lässt sich die ernüchternde Feststellung ableiten, dass sich in Sachen Sicherheit oder pro-aktiver Vermeidung von Diebstahl praktisch nichts getan hat. Auch nicht bei den Banken und Finanzinstituten«, wettert Guardian-Chef Terry Austin. Die Firmen haben zumindest die laxe Haltung ihrer Banker zum Thema Sicherheit identifiziert und dicke: 43 Prozent der Unternehmen haben nach einem digitalen Gelddiebstahl die Geschäftsverbindung zu der unseriösen Bank gekappt, meldet das Ponemon Institute. »Dabei gäbe es so viele Möglichkeiten wie sich Finanzinstitute gegen solche Attacken schützen könnten. Aber viele wollen kein Geld dafür ausgeben«, schüttelt Austin den Kopf über die Haltung der Branche.