Nutzergruppe bekämpft Oracle-Lizenzierungsmodell bei Virtualisierung

CloudVirtualisierung

Die Deutsche Oracle Anwendergruppe (DOAG e.v.) behauptet, dass 90 Prozent der befragten Oracle-Nutzer enttäuscht sind über die Virtualisierungs-Lizenzmodelle des Software-Herstellers.

Fast 90 Prozent der Oracle-Anwender seien unzufieden mit Oracles Entscheidung, keine Änderungen an seinen Lizenzmodellen vorzunehmen, meldet die DOAG.

Diesen zufolge sieht Oracle virtuelle Rechner nur als Soft-Partitioning. Dies habe zur Folge, dass die Oracle-Produkte für den kompletten Server bzw. Serververbund lizenziert werden müssen, schreibt die DOAG. Und dies sei auch der Fall, wenn die Oracle-Produkte nur auf einer kleinen Partition mit einer begrenzten Anzahl zugewiesener Prozessoren laufen.

Noch dazu habe man längere und intensive Diskussionen sowohl mit Oracle Deutschland als auch mit den Oracle Headquarters in Redwood Shores geführt – ergebnislos.

Im x86-Umfeld seien nur die Oracle VM und die mittlerweile ebenfalls zu Oracle gehörenden Solaris Container als echte Virtualisierung anerkannt – bei diesen beiden müssen nur die zugewiesenen Prozessoren lizenziert werden. Eine solche, nach Ansicht der DOAG faire Lizenzpolitik, lehne Oracle bei anderen Virtualisierungslösungen jedoch ab. Die DOAG forderte eine Gleichbehandlung aller x86-Virtualisierungslösungen – was Oracle ablehnte.

Mehr als 70 Prozent der Befragten würden bezüglich x86-Virtualisierungslösungen nun erwägen, Entscheidungen zugunsten anderer Hersteller zu treffen. Dr. Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG: »Oracle versucht, den Einsatz der eigenen Virtualisierungslösung zu erzwingen, kann damit aber wichtige Marktanteile an die Konkurrenz verlieren.«

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