Windows-Admin aus der Cloud: Windows Intune im Test

Kleine und mittelständische Firmen können oder wollen sich nicht immer eine eigene IT-Abteilung leisten. Oft ist nur ein Mitarbeiter damit beschäftig, die Rechner der Kollegen zu administrieren. Damit dieser nicht jeden Arbeitsplatz persönlich besuchen muss, um etwa Updates einzuspielen oder bestimmte Einstellungen vorzunehmen, hat Microsoft den Cloud-Dienst Windows Intune entwickelt.

von Christian Lanzerath 0

Windows Intune richtet sich gezielt an Unternehmen, die nicht über das Personal und die nötige Infrastruktur verfügen, um allen Firmencomputer zentral zu verwalten. Gerade in Verbindung mit dieser Zielgruppe spielt der Online-Service – wie fast alle SaaS-Lösungen – seine Vorteile aus: Unternehmen buchen exakt so viele Zugänge wie sie Arbeitsplätze haben und sparen sich damit den Kauf ungenutzter Lizenzen, was beim Erwerb von großen Softwarepaketen häufig vorkommt. Zudem lagern sie die IT-Infrastruktur für die Administration weitestgehend aus, da Windows Intune komplett auf den Servern von Microsoft läuft. Lediglich die Installation eines Clients auf den PCs der Mitarbeiter ist nötig. Die Verwaltung selbst erfolgt über jeden beliebigen Browser mit Silverlight und ist damit nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden. Einzig eine Internetanbindung ist notwendig. Auf diese Weise lassen sich auch die Notebooks von Außendienstmitarbeitern oder die Rechner in Zweigstellen administrieren. Die umständliche Einrichtung einer Domäne ist nicht nötig.

Das Webinterface: Im Dashboard sehen Administratoren gleich nach dem Login, wo es Probleme gibt und Handlungsbedarf besteht.

Updates genehmigen, Richtlinien verwalten

Windows Intune ist schnell eingerichtet: Nach der Installation der Clients melden diese sich automatisch beim Microsoft-Server an, so dass der Admin die Rechner sofort im Webinterface findet. Dieses lässt sich dank Silverlight ähnlich komfortabel bedienen wie eine Desktop-Anwendung. Dort sortiert man die Computer in unterschiedliche Gruppen ein – beispielsweise den Unternehmensabteilungen entsprechend – und weist diesen auf Wunsch Richtlinien zu. Diese betreffen etwa den Umgang mit Updates.

Stehen für einen Rechner über den Windows-Update-Service neue Patches bereits, erhält der Administrator eine Meldung und entscheidet, ob das Update eingespielt wird oder nicht. Windows Intune übernimmt dabei aber keineswegs die Aufgabe eines Windows Server Update Service oder andere Software, die Patches unternehmensweit von einer zentralen Stelle aus verteilen. Denn jeder Firmen-PC bezieht die Updates nach wie vor direkt aus dem Internet. Nur die Verwaltung läuft zentral ab, was in kleinen Betrieben völlig ausreichend ist.

Ausstehende Updates: Intune zeigt dem Admin, welche Patches für welche Computer bereit stehen und auf ihre Freigabe warten.

Asset Management und Hilfe aus der Ferne

Generell darf man Windows Intune nicht mit den großen Server-Produkten von Microsoft gleichsetzen. So gehört zum Beispiel die zentrale Verteilung von Software nicht zum Funktionsumfang und auch das Management von Backups ist nicht möglich. Immerhin erhält der Administrator eine Liste aller auf den Rechnern installierten Programme inklusive Informationen wie Herausgeber und Anzahl der firmenweiten Installationen. Alternativ pickt er einen Computer heraus und erfährt, welche Updates bereits installiert sind und ob schon Malware gefunden wurde. Allerdings ist der Weg dorthin etwas umständlich und mit einigen Klicks verbunden.

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