Big Brother Awards für Apple und Facebook

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Am vergangenen Freitag wurden im Rahmen einer großen Gala zum elften Mal die deutschen Big Brother Awards vergeben. Zu den Preisträgern, die für ihren fragwürdigen Umgang mit Technik und Daten ausgezeichnet wurden, zählen auch Apple und Facebook.

Sowohl Apple als auch Facebook erhielten einen Big Brother Award in der Kategorie »Kommunikation«. Facebook für »für die gezielte Ausforschung von Menschen und ihrer persönlichen Beziehungen hinter der netten Fassade eines vorgeblichen Gratisangebots«, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Apple für die »Geiselnahme« seiner Kunden, die erst teure Hardware kaufen und anschließend den »zweifelhaften Datenschutzbedingungen« zustimmen müssen.

Facebook, das mit einem Drittel der Stimmen auch den Publikumspreis 2011 erhielt, eigne sich einfach die Daten aus den Adressbüchern seiner Nutzer an, bemängeln die Datenschützer. Zudem erfahre Facebook auch ohne Anklicken des Like-Buttons, auf welchen Seiten sich seine Nutzer herumtreiben – diese würden »auf Schritt und Tritt beobachtet«. Es herrsche die Willkür eines Konzerns, der mit systematischen Datenschutzverstößen Milliarden verdiene.

Apple zwinge iPhone-Käufern seine Datenschutzbestimmungen auf, lautet der Hauptkritikpunkt bei Apple, denn ohne die Zustimmung zu dem langen Regelwerk, das 117 Seiten auf dem iPhone-Display füllt, könne das Gerät maximal zu telefonieren genutzt werden. Besonders das Erfassen und Weitergeben und Standortdaten stört die Datenschützer, denn die würden App-Anbieter und Werbekunden gerne nutzen, um speziell zugeschnittene Werbung einzublenden.