Gartner: Die Macht der IT-Abteilung schwindet

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Wenn es um die unternehmensweite IT-Infrastruktur und seine Architektur geht, können IT-Abteilungen und IT-Manager nicht mehr frei nach eigenem Gusto entwerfen und projektieren. Mittlerweile mischen sich das gesamte Management und der Vorstand mit ein, fand Gartner heraus.

Eine Aufgabe wie das Designen und Verwalten der Unternehmensarchitektur war in der Vergangenheit in den meisten Unternehmen Sache der IT-Verantwortlichen, die es fast unter sich ausgemacht haben und nur zwecks Budget mit der Firmenleitung ringen mussten. Das ändert sich gerade in vielen Konzernzentralen, berichten die Analysten von Gartner. Bis 2016 werden 30 Prozent des Aufwandes für IT-Infrastruktur mehr von der Geschäftsseite bestimmt und dominiert. Entscheidungen und Neu-Installationen seien heute zunehmend eine Kooperation zwischen den Bereichen und Managern und der IT.

»Wir sind an dem Punkt, wo Architektur und Installationen der IT nicht mehr alleine überlassen werden«, glaubt Gartner-Analystin Betsy Burton. Das habe unter anderem damit zu tun, dass viele Geschäftsleute und Manager heute technikafiner seien und sich technologische Entscheidungen ­ – für oder gegen VoIP, Videokonferenzen, Smartphones, Betriebssysteme, Cloud, Tablets, HTML5 – durchaus zutrauen. Zur Not auch ohne Mitwirkung der IT.
Dann habe sich in vielen Firmen die Überzeugung durchgesetzt, dass geschäftliche Strategien und Erfolge definitiv eine höhere Priorität besitzen als technische Wünsche und Vorstellungen. Außerdem zeigte sich in den schwierigen Wirtschaftsphasen, dass ein kluger Umgang mit IT-Ressourcen und -Ausbau durchaus ökonomische Vorteile mit sich bringt. Daher konzentrieren sich in etlichen Firmen auch fachfremde Manager darauf, diese Seite des Geschäfts zu optimieren, so die Garnter-Analyse.

Gartner empfiehlt den IT-Verantwortlichen, sich auf die veränderte Lage und Sichtweise einzustellen, sich auf die Chancen und Möglichkeiten moderner IT-Dienste zu konzentrieren und darauf zu drängen, dass der Konzern einen Chef-Architekten benennt, damit Leitlinie und Koordination gewährleistet sind, empfiehlt Analyst Philip Allega.