Das deutsche Cyber-Abwehrzentrum startet seine Arbeit

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Beteiligte aus allen möglichen Regierungs-Einrichtungen und aus der Wirtschaft finden unter Leitung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationtechnik zusammen, um sich gemeinsam den Cyber-Bedrohungen zu stellen.

Wie es das Innenministerium im Februar beschlossen hatte entsteht nun ein Cyber-Abwehrzentrum. Die Mitarbeiter sind in den Räumen des federführenden BSI untergebracht, meldet die Sicherheitseinrichtung der Bundesregierung in einer Pressemitteilung.

Beteiligt sind der Verfassungsschutz, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei, das Zollkriminalamt und die Bundeswehr.

Die Tätigkeiten der neuen Einrichtung beschreibt das BSI in seiner Meldung: »Das Cyber-Abwehrzentrum hat zur Aufgabe, IT-Sicherheitsvorfälle schnell und umfassend zu bewerten und abgestimmte Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Dazu werden unter anderem Informationen über Täterbilder sowie über Schwachstellen in IT-Produkten ausgetauscht sowie IT-Vorfälle, Verwundbarkeiten und Angriffsformen analysiert.«

Natürlich würden alle beteiligten Behörden »unter Beibehaltung ihrer bisherigen gesetzlichen Befugnisse« arbeiten. Mit dem Aufbau und den ersten Datensammlungen hat man wohl schon begonnen, doch offiziell soll das Abwehrzentrum erst Mitte Juni eröffnet werden.

Man will beim Informationsaustausch die Industrie einbinden, und so wird auch ein »Nationaler Cyber-Sicherheitsrat« eingerichtet. Auch das  Bundeswirtschaftsministerium hat schon eine »Taskforce zur IT-Sicherheit«. Wie sich die verschiedenen Einrichtungen abstimmen, war bisher eher unklar – mit dem neuen Abwehrzentrum, das alle einbinden will, stellt sich eine klarere Zielrichtung heraus.

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