Widerstand gegen Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T wächst

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Der Verkauf von T-Mobile USA an AT&T ist ins Visier der Justiz geraten. Der Generalstaatsanwalt von New York will die geplante Übernahme untersuchen.

Man werde überprüfen, ob die Übernahme wettbewerbsfeindliche Auswirkungen habe, hieß es von Seiten der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft. Schließlich entstehe ein Mobilfunkunternehmen mit 130 Millionen Kunden und möglicherweise ein Duopol bestehend aus AT&T und Verizon. Das letzte, was die Leute in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten bräuchten, seien steigende Mobilfunkpreise, erklärte Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman. Er versprach zudem, nicht nur die möglichen negativen Auswirkungen zu untersuchen, sondern auch mögliche positive wie eine bessere Netzabdeckung im Norden des Staates New York, wo die Breitbandversorgung eher schlecht ist.

Zuvor hatte AT&T-Konkurrent Sprint bereits angekündigt, gegen die Übernahme von T-Mobile USA vorzugehen. Sprint, eine Zeitlang selbst als Käufer gehandelt, sieht sich in seinen Bemühungen, Boden auf die großen Konkurrenten gut zu machen, jäh ausgebremst und fürchtet nun um den Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt.

Ohnehin müssen noch US-Justizministerium und Federal Communications Commission (FCC) zustimmen, bevor AT&T die 39 Milliarden Dollar schwere Übernahme abwickeln darf. Durch den wachsenden Widerstand könnte sich das nun aber verzögern und nicht wie geplant im ersten Halbjahr 2012 klappen, denn Experten rechnen damit, dass es ein Jahr und länger dauern könnte, bis eine Entscheidung der Wettbewerbshüter gefallen ist.