Gegenwind für Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T

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Die Übernahme schade dem Wettbewerb und mache Jahrzehnte der Regulierung durch US-Regierung und US-Gerichte zunichte, meint AT&T-Konkurrent Sprint und kündigt heftigen Widerstand an.

Für 39 Milliarden Dollar will AT&T das US-Mobilfunkgeschäft der Deutschen Telekom übernehmen. Damit würde sich das Unternehmen zum unangefochtenen Marktführer in den USA aufschwingen, was den kleineren Konkurrenten Sprint sehr beunruhigt. Die Übernahme würde das Duopol von AT&T und Verizon festigen und den Wettbewerb behindern, erklärte Sprint und drängt nun die US-Regierung, den Deal zu blockieren.

Drei Jahrzehnte habe es gedauert, einen modernen und offenen Mobilfunkmarkt in den USA zu schaffen, auf dem es Wettbewerb, Innovationen, neue Jobs und viele Investitionen gäbe. All das würde durch die Übernahme zunichte gemacht, weshalb man sie bekämpfen werde, so Sprint.

AT&T will die Übernahme von T-Mobile USA im ersten Halbjahr 2012 vollziehen, braucht dafür aber noch die Zustimmung von US-Justizministerium und der Federal Communications Commission (FCC). Bis diese über die Übernahme entschieden haben, kann es aber durchaus noch ein Jahr oder länger dauern, insbesondere wenn es heftigen Widerstand aus der Branche gibt.