Warren Buffet warnt vor der Börsenblase 2.0

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Die Social-Media-Unternehmen seien vollkommen überbewertet, die Börsenwert-Angaben vieler Analysten mathematischer Wahnsinn.

Der 80jährige Milliardär und Investment-Guru Warren Buffet setzt schon mal gegen eine Währung oder auf eine Milliardenübernahme, um selbst noch reicher zu werden. Durch seine anfängliche Zurückhaltung bei Technologie-Aktien überstand er das Platzen der Dotcom-Blase weitgehend schadlos. Auch bei den meisten Social-Networking-Websites rät er Investoren zur Vorsicht. Kurz vor dem geplanten Börsengang von Facebook erklärt er zum Thema: »Die meisten Social Media-Aktien werden überteuert auf den Markt kommen«.

Die »Valuations« der größten Hightech-Startups hält er für »mathematischen Wahnsinn« erklärte er am Freitag auf eine Rede in Neu-Delhi, berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg.

»Diese Firmen richtig zu bewerten, ist extrem schwierig«, erzählte er dem Bericht zufolge, »einige werden zwar die großen Gewinner sein, doch die werden die Verluste beim Rest wieder gutmachen müssen«. Namen nannte er nicht.

Goldmann Sachs bewertete im Januar den populärsten Social-Networking-Dienst Facebook auf sagenhafte 50 bis 60 Milliarden Dollar, das vielfach jüngere Unternehmen Groupon wurde wenig später schon auf 25 Milliarden eingeschätzt. . Twitter wurde immerhin auf »nur« 3,7 Millarden geschätzt, die Privatbörse SharesPost Inc. schätzt den Zwitscher«-Dienst schon auf etwa 5 Milliarden.

Wie der Umsatz dieser Netze künftig sein werde, könne man aber jetzt in vielen Fällen noch nicht vorhersagen, meint Buffet und mahnt daher zur Vorsicht. Sonst würde es sich um Geschäfte mit reinen Börsen-Evaluierungen handeln.

(Kleines Bild: Wikimedia Commons, Fotograf Mark Hirschey)

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