RiM bestätigt: Android-Apps laufen auf dem Playbook

Im Kampf um den Tablet-Markt setzt Research in Motion auch auf den Erfolg von Android, denn Android-Apps sollen auf dem Blackberry Playbook laufen, wie der Hersteller jetzt bestätigte. Allerdings noch nicht zum Start des Gerätes am 19. April.

von Daniel Dubsky 0

Bereits seit einigen Wochen wird über den Android-Support des Playbooks spekuliert, doch die offizielle Bestätigung durch Research in Motion erfolgte erst jetzt, knapp vier Wochen bevor das bereits im vergangenen Sommer vorgestellte Tablet am 19. April in den USA und in Kanada auf den Markt kommt.

Allerdings wird man Android-Apps – ebensowenig wie Blackberry-Apps aus der Blackberry App World – nicht direkt zum Start auf dem Tablet laufen lassen können, sondern erst ab Sommer. Denn dann will Research in Motion (RiM) so genannte »App Player« anbieten, die in einer Sandbox laufen und eine Laufzeitumgebung für Android-2.3-Apps und Blackberry-Java-Apps bereitstellen.

Bereits in Kürze will RiM ein SDK veröffentlichen, mit dem sich Anwendungen in C und C++ entwickeln lassen, die nativ auf dem Playbook laufen. Denn derzeit bekommen Entwickler nur mit Web-Technologien wie HTML und Javascript gebaute Anwendungen auf das Tablet, da es bislang nur ein BlackBerry WebWorks SDK for Tablet OS und ein BlackBerry Tablet OS SDK for Adobe AIR gibt.

Mit dem Blackberry Playbook ist RiM zum Erfolg verdammt. Denn nicht nur dass die Einführung des Tablets das Unternehmen viel Geld kostet, es ist auch darauf angewiesen, sich auf dem schnell wachsenden Tablet-Markt zu etablieren – was sicher nicht leicht wird, angesichts des vergleichsweise späten Starts des Gerätes und eines Marktes, der von Apple dominiert wird, das mittlerweile bereits die zweite Tablet-Generation am Start hat.

Das Blackberry Playbook wiegt etwa 400 Gramm und besitzt ein 7-Zoll-Display, das mit 1024 x 600 Pixeln recht hoch auflöst. Für den Antrieb sorgt ein Dualcore-Prozessor mit 1 GHz, zudem ist 1 GByte RAM verbaut. Das Tablet besitzt zwei Kameras – eine mit 5 Megapixeln auf der Rückseite und eine mit 3 Megapixeln auf der Front. Es beherrscht WLAN, jedoch kein UMTS, auch wenn laut RiM später im Jahr eine UMTS-Version folgen soll. Via Bluetooth nimmt das Playbook Verbindung zu Blackberry-Smartphones auf, so dass der Anwender dank des größeren Displays beispielsweise komfortabler Mails schreiben oder Tabellen bearbeiten kann.

Mit 16 GByte Speicher kostet das Playbook 499 Dollar, mit 32 GByte sind es 599 und mit 64 GByte 699 Dollar. Wann das Blackberry Playbook auf den deutschen Markt kommen soll und zu welchen Preis, ist noch nicht bekannt.

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