Japanisches Erdbeben hilft Komponentenherstellern bei Preiserhöhungen

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Komponentenhersteller nutzen die Angst ihrer Kunden,  endlich die (zu tiefen) Preise zu erhöhen, berichtet die taiwanische Digitimes über einen derzeitigen Trend.

Die Komponenten-Hersteller aus Taiwan hätten in letzter Zeit bemerkt, dass ihre Kunden verstärkt auf die Lieferbarkeit bestimmter Bauteile prüfen würden und darauf hindrängten, trotz des Erdbebens in Japan weiterhin ihre Komponenten zu bekommen, berichtet Digitimes. Bei Bitten um moderate Preiserhöhungen hätten die Kunden inzwischen eine höhere Bereitschaft, zuzustimmen. Besser teurer als gar nicht, ist wohl die Devise bei den Anbietern, die ihre Geräte um jeden Preis ausliefern wollen, um ihre Vorhersagen einzuhalten und nicht von der Börse abgestraft zu werden.

Vor dem Erdbeben verlangten die Hersteller im Durchschnitt fünf bis zehn Prozent Preisnachlass bei den Bauteilen – der Konkurrenzkampf war sehr stark, und so mussten viele dieses Spiel mitspielen, um noch im Markt zu bestehen. Inzwischen haben wirklich viele Komponentenhersteller tatsächlich Angst vor Lieferengpässen aus Japan – wer jetzt noch billiger wird und die Kosten nicht mehr deckt, hat nach der Leerung japanischer Lager dann endgültig verloren.

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