Freiberufler in der IT-Branche: Berufserfahrung und Honorare steigen

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Das Durchschnittsalter der IT-Freiberufler im deutschsprachigen Raum steigt: waren 2006 noch 43 Prozent jünger als 40 Jahre, so sind es mittlerweile nur noch 24 Prozent. Gleichzeitig nimmt aber auch die Berufserfahrung der externen IT’ler zu, was sich in höheren Honoraren niederschlägt.

Nach einer Untersuchung der IT-Projektbörse GULP waren im Februar 2011 nur noch 24,1 Prozent der IT-Freiberufler weniger als 40 Jahre alt. Vier Jahre zuvor lag der Anteil der Jungen noch bei 42,9 Prozent. Laut Stefan Symanek von GULP ist das vor allem darauf zurückzuführen, dass Selbständigkeit in der IT noch eine vergleichsweise junge Disziplin ist. Die Altersstruktur pendele sich langsam auf einem normalen Niveau ein und spiegele auch die demografische Entwicklung wider, dass die arbeitende Bevölkerung immer älter wird. Dass IT-Freiberufler mittel- bis langfristig aussterben, stehe allerdings nicht zu befürchten, beruhigt Symanek, denn die Zahl der freiberuflichen IT-Spezialisten steige seit Jahren kontinuierlich.

Mit dem steigenden Alter nimmt auch die Berufserfahrung der IT-Freiberufler zu, denn mittlerweile kann mehr als die Hälfte (51,1 Prozent) über 20 Jahre freiberufliche Tätigkeiten in der IT-Branche vorweisen. Diese Erfahrung schlägt sich auch in den Honoraren nieder: IT-Selbständige zwischen 40 und 54 Jahren haben seit Februar 2006 ihre Stundensatzforderungen durchschnittlich um 6 Euro auf 74 Euro erhöht. Bei den IT-Selbständigen unter 35 Jahren stiegen die Forderungen nur um 4 Euro auf 58 Euro pro Stunde.

Noch deutlicher wird das, betrachtet man die Honorarentwicklung nicht in der jeweiligen Altersgruppe, sondern geht nach der Berufserfahrung: wer weniger als zehn Jahre als IT-Selbständiger tätig ist, fordert im Schnitt 61 Euro (plus 3 Euro seit 2006). Wer mehr als 20 Jahre dabei ist, fordert dagegen durchschnittlich 75 Euro – 7 Euro mehr als noch 2006.