Japan: Verzögerte Netzwerk-Wiederherstellung verhindert 890.000 Gehaltszahlungen

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Die Mizuho Bank verzeichnet den größten Netzwerk-Crash seit 2002 – ungefähr 1600 Geldautomaten sind offline und hundertausende Überweisungen konnten nicht vorgenommen werden.

Die Notfallplanung einer japanischen Bank war wohl nicht ausreichend auf das Erdbeben vorbereitet, und so dauerte die Wiederherstellung der Netzwerkverbindungen viel zu lange, berichtet das Wall Street Journal. Das wird die Mizuho-Bank wohl eine Disziplinarstrafe kosten, konstatiert die japanische Bankenaufsicht Financial Services Agency (FSA).

Selbst die Onlinebanking-Zugänge waren ausgefallen. Die Bank erklärte, nach dem Erdbeben habe das Netz noch kurz funktioniert, doch es seien plötzlich zu viele Transaktionen auf einmal vorgenommen worden. Was das Netz letztendlich zum Absturz brachte, ist noch immer nicht klar.

Zwar hatte die Bank am Tag nach dem Beben alle ihre 38.000 Geldautomaten vom Netz genommen, um die Systemwiederherstellung zu beschleunigen, doch 1600 davon sind noch immer offline – und viele Gehälter an die Bankkunden nicht überwiesen. Nun spreche man mit anderen Banken, ob diese dies nicht im Auftrag tun könnten, solange Mizuho noch nicht in der Lage ist, es selbst zu erledigen.

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