Studie: Smartphones und Web ersetzen nicht den traditionellen Nachrichtenkonsum

Ein Professor in Ohio gab 166 Probanden eine Aufgabe: Immer dann, wenn sie Nachrichten lasen, sollten sie aufschreiben, wann und mit welchem Gerät sie das taten. Die Ergebnisse sind wenig überraschend: Jedes Medium hat seine eigene Nische.

von Manfred Kohlen 0

Immer mehr Menschen sitzen Nachrichten lesend mit ihrem Smartphone im Zug oder lesen die News in ihrer Arbeitszeit am Firmen-PC. Dies verändere aber nicht den Gebrauch traditioneller Medien – je nach Situation nutzten seine Testprobanden mal die Zeitung, mal das Handy.

Mobiler Nachrichtenzugriff sei für Momente reserviert, an denen andere Medien nicht verfügbar oder einfach unpraktisch waren. Professor John Dimmick von der Ohio State University meint dazu »In der Regel ersetzen neue Medien nicht ganz die alten, sie verdrängen sie nur aus bestimmten Bereichen, so wie Fernsehen dies schon mit Radio tat.«

In dieser frühen Entwicklungsphase würden mobile Medien uns noch nicht von der Nutzung traditioneller abhalten, »sie haben nur ihre eigene Nische«.

Die Ergebnisse der 166 Teilnehmer, die brav mitschrieben, wann sie Smartphones, Fernsehen, Zeitung, Computer, Radio oder andere Medien nutzten, ließen sich auf gemeinsame Muster zusammenführen. Dabei waren die »alten« Medien wie Zeitung, Radio und Fernsehen so populär wie immer. Die mobilen Medien würden nur die Lücken füllen, in denen die traditionellen Medien noch eh nicht präsent waren, etwa während einer Reise, erkennt der Medienprofessor.

Die Smartphone- und Pad-Nutzung machten gerade mal 7 Prozent des Medienkonsums aus. Die populärste Methode des elektronischen Nachrichtenkonsums waren PCs mit 24 Prozent aller »Media sessions«, Notebooks nahmen 15 Prozent ein. Fernsehen war mit 29 Prozent noch gut dabei, Zeitungen und Fernsehen kamen je zu 9 Prozent zum Einsatz.

Jede Technologie sei in einer eigenen Nische besonders gefragt: Am Abend bevorzugten die Testteilnehmer den Fernseher; PCs und Notebooks fanden am meisten Zuspruch am Arbeitsplatz, Radio im Auto und die klassische Zeitung konnte sich morgens am Frühstückstisch noch behaupten.

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