Analyst stuft Apple-Aktie zurück

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Alex Gauna von der Investmentbank JMP Securities war beim vielen Jubelschrei um Apple offenbar unwohl. Fakten würden darauf hindeuten, dass es mit der außergewöhnlichen Glückssträhne des Herstellers bald vorbei sein könnte – er stufte den Apfelkonzern von »Market outperform« auf »Market perform« herunter.

Das Riesenwachstum von Apple könnte bald zu einem Halt kommen, meint Alex Gauna von JMP Securities. Apple-Aktien sind für ihn keine so gute Geldanlage mehr wie noch vor einiger Zeit, denn das schwache Wachstum des chinesischen Auftragsherstellers Foxconn würde darauf hindeuten, dass Apple nicht mehr so viel herstellen ließe.

Das nahm das Wallstreet-Blog MarketBeat auf und zitiert Gauna noch mit der Angst, die Auswirkungen der Naturkatastrophe in Japan könnten bei der Zulieferung von Chips zu Ausfällen auch für Apple führen. Weil Apple zudem bekanntgab, die Markteinführung des iPad 2 in Japan erst einmal auszusetzen, könne man mit den eingeplanten Verkaufszahlen von dort erst einmal auch nicht rechnen.

Die Herabstufung wird von Apple-Fans sicher als Blasphemie bezeichnet – um ihnen zuvorkommen, hat das WSJ dies in seinem Bericht auch schon getan. Laut Wirtschaftsdienst Bloomberg haben 50 von 55 Analysten Apple-Aktien immer noch fürs »Kaufen« eingestuft. Daran wird sich wohl auch nicht viel ändern, glaubten andere Analysten – offiziell jedenfalls.

Dann aber kam die Marktreaktion auf möglicherweise überbewertete Technik-Aktien. Heute führten Apple und IBM den Technikmarkt nach unten, nachdem gestern schon zahlreiche japanische Aktienwerte abgestürzt waren.

Den abenteuerlichen Rekordzahlen, die zum iPad 2 angeführt wurden, will zudem auch keiner so recht mehr glauben – Apple zumindest hat keine davon bestätigt.
Und nun meldet ein chinesicher Grau-Importeur, der das Gerät in Hong Kong zum doppelten Preis verkauft, sie würden ihm nicht mehr so schnell von den Regalen gerissen wie die Geräte zu iPad 1-Zeiten.

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