US-Blindenbund: Google Apps diskrimieren die Blinden

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Die Google Apps arbeiten nicht mit Produkten zusammen, die die Bildschirmdarstellungen in Sprachausgabe oder Blindenschrift umsetzen können.

Die »National Federation of the Blind« (NFB) hat eine offizielle Beschwerde bei der New York University und bei der Northwestern University eingelegt, die sich für das Nutzen der Google Apps entschieden hatten. Deren Verwendung aber sei diskriminierend und widerspreche damit Gesetzen, die das Schulsystem zwingen, gleiche Chancen auch für Behinderte zu ermöglichen, betont die NFB. Auch vier Ausbildungs-Bezirke im Bundesstaat Oregon, die ebenfalls die Google Apps nutzen, werden genannt.

GoogleDr. Marc Maurer, Vorstand des US-Blindenbundes, erklärt sogar, er sei zutiefst besorgt, weil mehr als die Hälfte der höheren US-Bildungseinrichtungen sich dafür entschieden hatten, E-Mails, Textverarbeitung und andere Dienste an Dritte auszulagern. Doch diese seien meist für blinde Studenten nicht mehr erreichbar.

Schulen und Universitäten, die sich für Produkte entscheiden, die keine Zugangsmölichkeiten für Behinderte mehr erlaubten, verstößen gegen den »Americans with Disabilities Act« (ADA) und den »Rehabilitation Act« von 1973.

Google hat reagiert und meldet, man arbeite schon an der Lösung des Problems. Immerhin hat das Unternehmen mit Naomi Black schon eine zuständige Behinderten-Beauftragte. Als »Engineering program manager for accessibility« sucht die Managerin. momentan auf einem Behindertenkongress »Einsichten in die Möglichkeiten, Android, Chrome und Google Apps besser nutzbar für Anwender zu machen, die Assistenztechnologien wie Bildschirmleser benötigen.«

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