Japan-Unglück: NAND- und DRAM-Preise klettern

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Am Spotmarkt schossen mittlerweile die Einkaufspreise für Speicherchips in die Höhe – schneller und höher als erwartet.

Ob hier Spekulanten mit am Werk sind? Die Japaner liefern global gut 15 Prozent der Flash-Speicher und 10 Prozent der DRAM-Chips. Da nur wenige Fabriken und Lager von der Katastrophe betroffen sind, wäre ein heftiger Preisanstieg eigentlich nicht zu erwarten. Doch die Preise an der DRAMeXchange in Taipei legen gerade pro Tag 5 bis 10 Prozent zu. Den Verbraucher werden erhöhte Kosten für Speicher aber erst dann treffen, wenn sie längere Zeit auf hohem Nivau verharren. Kurzfristige Schwankungen werden von den Systemherstellern abgefedert.

»Was wir hier sehen ist ein Kurzfrist-Trend, ausgelöst von den Emotionen«, kommentiert denn auch Analyst Michael Yang vom Marktforscher IHS iSuppli. So gäbe es vom dominanten Japan-Hersteller Toshiba noch keinen Schadensbericht. Kein Wunder, die meisten IT-Produktionsstätten sitzen im Süden der Honshu-Insel und dürften vom Erdbeben kaum beschädigt worden sein. Deren Hauptproblem sei am ehesten die kontinuierliche Stromversorgung.

Im wesentlichen traf das Dreifach-Unglück den Hersteller Sony, der sieben Fabriken in der Sendai-Region betrieb. Im Falle von Fujitsu sind es sechs Niederlassungen, die beschädigt wurden. Keine der Produktionsstätten sei aber vital für die Konzerne gewesen.