iPad-2-Komponenten sind 326 Dollar wert

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Die Komponenten des iPad 2 kosten nur rund 326 Dollar, schreiben die Marktbeobachter von iSuppli. UBM TechInsights wagt sogar zu behaupten, dass es nur 270 Dollar seien.

Am Freitag stellte Apple sein iPad 2 vor, am Montag kamen bereits die Erfolgsmeldungen über den Verkauf des Tablets, dessen günstigste Version 499 Dollar kostet.

Diesmal haben mehrere Analysten das Gerät gleich auseinandergenommen; die zuverlässigste Quelle ist iSuppli, die genau sagt, wie viel die einzelnen Komponenten kosten. iSuppli kommt auf 326,60 US-Dollar, UBM TechInsights berechnet nur 270 Dollar – sogar für die 3G-Version des Gerätes.

Je nach Vertrieb muss Apple verschiedene Komponenten verbauen, abhängig vom benutzten Mobilfunknetz. So kosten die verwendeten Drahtlos-Chips laut iSuppli bei AT&T mehr und benötigen weitere Komponenten, was 1 Dollar und 50 Cents mehr kostet als die Variante fürs Verizon-Netz. Diese habe bereits einen Drahtlos-Basisband-Chip von Qualcomm, der GPS und Bkluetooth schon integriere.

Interessant finden die UBM-Experten, dass der Prozessor A5 mit verschiedenen Taktraten läuft – Apple habe wohl schlaue Power-Management-Funktionen eingebaut. Der Zweikernprozessor auf ARM-Basis koste mit 25 Dollar jedoch ein bisschen mehr als gedacht, meldet das Wall Street Journal – allerdings zeige die Produktion durch Samsung, dass Apple trotz gegenteiliger Gerüchte sehr wohl bei Samsung als Hauptlieferant bleibe.

Je nach Lieferant kostet der Touchscreen unterschiedliche Preise, bei LG etwa 127 Dollar, Samsung und Chimei Innolux würden Apple jedoch auch beliefern. Die Flash-Speicher kommen mal von Toshiba, mal von Samsung, das DRAM (der Arbeitsspeicher) mal von Elpida und mal von Micron. Je nach Zulieferern seien im Durchschnitt 65,70 Dollar für die Speicherbausteine fällig.

Allerdings besteht iSuppli darauf, nur die Komponentenkosten zu berechnen, nicht die Produktions-, Verpackungs- oder Versandkosten, geschweige denn den Aufwand für die Entwicklung. Dagegen hatte UBM TechInsights die Kosten mit allem Drum und Dran vor der Veröffentlichung des iPad 2 schon geschätzt – und sieht sich nun trotz seiner Billig-Prognose bestätigt.

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