Intel setzt auf Android-Tablets und ChromeOS-Netbooks

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ARM statt Intel bei Microsoft? Na, dann gibt es eben Android statt Windows bei Intel. »Chipzilla« wagt nun erste Schritte weg aus der vertrauten »Wintel«-Umgebung.

Intel setzt offenbar auf die Devise »Auge um Auge, Zahn um Zahn«: Weil Microsoft sein nächstes Windows auch für ARM-Prozessoren anpassen will und somit den langjährigen Partner Intel »hintergeht«, beginnt der Chipriese seinerseits nun, mit den Produzenten von Android-Tablets  Kontakt aufzunehmen.

Unter den neuesten Kooperationspartnern Intels befänden sich die taiwanischen Notebook-Hersteller Inventec und Compal Electronics, die auf dem Intel Developer Forum in Peking im April 2011 ihre Android-Geräte mit Intel-Power präsentieren wollten, hat Digitimes – die digitale Leib- und Magengazette der taiwanischen Hersteller – erfahren.

Intel wolle zu seiner asiatischen Entwicklerkonferenz seine neue Strategie vorstellen, zusätzlich zu Windows-Spezialitäten und MeeGo-Unterstützung auch Android-Support in seine Prozessoren und Chipsets zu integrieren. Man wolle den Hardwarepartnern mehr Auswahl geben, während diese ihre Kosten für Software-Lizenzgebühren massiv senken könnten.

Sechs bis acht Notebook-Hersteller seien von Intel dazu »eingeladen« worden, Geräte mit der neuen speziellen Intel/Android-Platttform zu entwickeln – die meisten davon würden wahrscheinlich im April Geräte präsentieren. Wenn die Produzenten die Entwicklung nicht bis dahin fertigstellten, könne man mit entsprechenden Neuheiten spätestens auf der Computex 2011 in Taipei Ende Mai rechnen.

Das PC-Ökosystem werde durch die neue freie Wahl nach der Wintel-Ära ein gesünderes, meint Digitimes-Redakteur Joseph Tsai.

Intel arbeite nicht nur an Tablets und Notebooks mit den Herstellern, sondern sei auch in ausgiebige Gespräche mit Google über die gemeinsame Entwicklung von ChromeOS-Lösungen getreten. Die gemeinsamen Vorgaben sollen es den Herstellern erlauben, schon in der zweiten Hälfte 2011 mit entsprechenden Geräten auf den Markt zu gehen. Mit im Boot säßen bereits Samsung, Acer und Asus.

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