Napster-Gründer plant Kauf von Schallplatten-Label

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Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Sean Parker mitmischt, einen Teil von Warner Music unter Kontrolle zu bringen, denn der Musikgigant hatte damals großen Anteil daran, Napster zu stoppen.

Der Napster-Gründer und frühe Facebook-Helfer Sean Parker (Bild) hat sich mit den Investoren Ron Burkle und Doug Teitelbaum zusammen getan, um eine Übernahme der Warner Music Group zu organisieren. Warner selbst hat sein Fell auf den Markt getragen und bietet sich ganz oder teilweise zum Kauf an. Mindesgebot: 2,5 Milliarden Dollar. Das dürfte die Möglichkeiten des Investoren-Trios überschreiten, weshalb sie entweder Fonds hinter sich gebracht haben oder nur an Teilen des Musikkonzerns interessiert sind. Parker hat allerdings einen Anteil am begehrten Spotify im Gepäck, was bei dem Deal eine Rolle spielen könnte.

Für Warner wäre der Einstieg von Parker und Kollegen ein Segen, denn seine Erfahrung und sein Einfluss in Internetgeschäften könnten die Zukunft des Musikgiganten sichern helfen. Dem Konzern mangeln offensichtlich weiterführende digitale Strategien wie bezahlte Werbelinks, kostenlose Services wie Spotify oder Cloud-Medien-Dienste im Apple-Style. Warner hat diese Gerüchte noch nicht kommentiert, doch eine Verkaufsentscheidung wird in der Branche in den nächsten Wochen erwartet.