HP ProLiant MicroServer im Test

HP bietet mit dem ProLiant MicroServer einen günstigen Einstiegsserver für kleine Unternehmen, die Daten und Anwendungen zentral ablegen und verwalten wollen. Je nach Ausstattung ist er schon ab 399 Euro zu haben. ITespresso.de hat ihn sich näher angeschaut.

von Chris George 0

Der ProLiant MicroServer wird von HP in verschiedenen Ausführungen angeboten. Unser Testgerät basiert auf einem kleinen Midi-Tower und wird von einem AMD Athlon II Neo N36L angetrieben. Dieser Dualcore-Prozessor arbeitet mit 1,3 GHz.

Im Gehäuse des Servers befinden sich vier Wechselrahmen, die mit 3,5-Zoll-Festplatten von Seagate bestückt sind: zwei Platten mit 160 GByte und zwei mit 250 GByte. Eine 160er-Platte ist für das Betriebssystem vorgesehen, eine 250er für Daten – und dieses System wird dann von einem RAID-Controller auf die anderen beiden Platten gespiegelt.

Auf dem Mainboard ist noch eine weitere SATA-Schnittstelle vorhanden, die beim MicroServer für den DVD-Brenner verwendet wird. Auf dem Mainboard sitzt ein Grafikchip von ATI, in den beiden DIMM-Sockeln stecken zwei DDR3-ECC-Module mit jeweils 2 GByte.

Verarbeitung und Erstinstallation

Der HP ProLiant MicroServer ist nach dem Auspacken sofort einsatzbereit. Das Betriebssystem Windows Server 2008 R2 Foundation ist installiert, lediglich einige Einstellungen müssen noch angepasst werden. Nach dem ersten Starten sollte man beispielsweise das Auslieferungspasswort ändern. Zudem sind fast alle Dienste und Features standardmäßig ausgeschaltet, so dass diese noch manuell gestartet oder aktiviert werden müssen. Über den Server-Manager lassen sich die Dienste und Services zentral verwalten, ebenso das Anlegen von Benutzern und Gruppen. Hierbei ist ein Grundwissen von Microsoft Server 2008 R2 hilfreich. HP verlässt sich bei allen Funktionen und Aufgaben auf das Betriebssystem von Microsoft.

HP ProLiant MicroServer Assistent

Stromverbrauch und Leistung

Gerade weil ein Server in der Regel rund um die Uhr läuft, ist sein Stromverbrauch ein wichtiges Kaufkriterium. Der HP MicroServer zieht im Betrieb knapp 48 Watt – das ist sehr gut. Im Idle-Modus sinkt der Verbrauch auf 40 Watt. Im Offline-Modus zeigt die Anzeige des Strommessgerätes nicht ganz 0 Watt an, nur mithilfe des Ausschalters auf der Server-Rückseite lässt sich ein unnötiger Stromverbrauch komplett vermeiden.

Der ProLiant MicroServer ist ein zuverlässiges Arbeitstier, das seine Aufgaben gemäßigt durchführt, energieeffizient arbeitet und besonders leise ist. Performance-Höchstleistungen darf man von dem Gerät nicht erwarten. Im PCMark05 erreicht der Server einen CPU-Score von 2836 Punkten und einen Memory-Score von 2666 Punkten. Der Datendurchsatz der Festplatten liegt bei 105,6 MByte/s.

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