Verkauf von Motorola-Netzwerksparte: Nokia Siemens wartet auf China

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Huawei verzögert den Kauf von Motorolas Netzwerksparte und die chinesischen Kartellbehörden haben noch nicht zugestimmt. Laut Huawei nutzt Motorola Techniken, die das US-Unternehmen vom chinesischen Telekom-Ausrüster lizenziert hat – ein Verkauf an NSN lege diese Geheimnisse offen.

Obwohl die oft langsame EU-Kartellbehörde schon zugestimmt hat und auch die US-amerikanischen Behörden grünes Licht gaben, verzögert sich der Verkauf von Motorolas Netzwerksparte an Nokia Siemens Networks wegen um 60 Tage verlängerten Kartelluntersuchungen in China weiter. Der 1,2-Milliarden-Dollar-Deal hängt also in der Luft.

Nokia Siemens halte an dem Geschäft fest, teilte das Unternehmen gestern mit. Huawei verklagte Ende Januar Motorola, »um den Transfer von Huaweis geistigem Eigentum von Motorola an NSN im Rahmen der Übernahme von Motorolas Sparte für Mobilfunknetzausrüstung durch Nokia Siemens Networks zu verhindern«, hieß es seinerzeit.

Nun müssten die Kartellbehörden aller beteiligten Länder zustimmen, doch nachdem sich Huawei schon wegen ähnlicher Bedenken vom Kauf des US-Unternehmens 3Leaf zurückgezogen hatte und Huawei schon beim Versuch, 3Com zu kaufen, scheiterte, erscheinen die Klage gegen Motorola und die jetzige Verzögerung durch chinesische Behörden Vielen als Retourkutsche für die verpassten Chancen.

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